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Archiv - Steuertipps 2014

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2014 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Elektronische Übermittlungspflicht für steuerbegünstigte Körperschaften

Datum: 10.01.2014 | Rubrik: Bilanz
Laut Gesetz besteht für alle Steuerpflichtigen und Unternehmen, die ihren Gewinn durch einen Jahresabschluss ermitteln, die Verpflichtung, den Inhalt der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung (G+V) durch Datenfernübertragung und nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz zu übermitteln.

Für die Wirtschaftsjahre, die vor dem 1. Januar 2013 begonnen haben, wurde es nicht beanstandet, wenn die Bilanzen und G+V´s noch in Papierform abgegeben werden. Darüber hinaus wurde für ganz konkrete Sachverhalte nicht beanstandet, wenn die Inhalte der Bilanz und G+V erst für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2014 beginnen, durch Datenfernübertragung übermittelt werden. Dazu gehören auch alle ganz oder teilweise steuerbefreiten Vereine, Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen.

In den Übergangszeiten können die Bilanz sowie die G+V weiterhin in Papierform abgegeben werden; eine Gliederung gemäß der Taxonomie ist dabei nicht erforderlich. Darüber hinaus kann das zuständige Finanzamt in begründeten Ausnahmefällen die Übermittlung einer Bilanz und G+V in Papierform zulassen.

Auf Körperschaften, Personenvereinigungen und Vereine, die persönlich und voll von der Körperschaftsteuer befreit sind, findet die Pflicht zur E-Bilanz keine Anwendung. Das gilt insbesondere auch für ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienende Körperschaften, die neben ihrer ideellen Tätigkeit keine der Körperschaftsteuer oder der Gewerbesteuer unterliegenden wirtschaftlichen Geschäftsbetriebe unterhalten. Das sind Zweckbetriebe oder andere wirtschaftliche Geschäftsbetriebe,
  • deren Einnahmen 35.000 Euro nicht übersteigen

  • die ihren Gewinn tatsächlich durch Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR) ermitteln.
Hierüber informiert das Bundesfinanzministerium (BMF) in einem aktuellen Schreiben (IV C 6 - S 2133-b/11/10009 :004). Erstreckt sich bei einer von der Körperschaftsteuer befreiten Personenvereinigung die Steuerbefreiung nur auf einen Teil ihrer Einkünfte und stellt diese Körperschaft aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen eine Gesamt-Bilanz sowie eine Gesamt-G+V auf, so ist verpflichtend nur ein Datensatz für den steuerpflichtigen Teilbereich zu übermitteln.

Tipp: In der dem BMF-Schreiben beigefügten Anlage sind die gängigsten Pflichtfälle als Übersicht jeweils mit einem Beispiel dargestellt.

Hinweis: Sofern eine befreite Körperschaft oder ein Verein auf freiwilliger Basis über die Minimalanforderungen hinaus Daten übermitteln möchte, können sie das voraussichtlich ab November 2014 vornehmen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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