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Archiv - Steuertipps 2014

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2014 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Neues Kirchensteuerabzugsverfahren kommt

Datum: 03.02.2014 | Rubrik: Abgeltungsteuer
Da der automatisierte Datenabruf künftig für alle zum Steuerabzug vom Kapitalertrag Verpflichteten gilt, sind nicht länger nur die inländischen Kreditinstitute und Versicherungen in das neue Kirchensteuerabzugsverfahren involviert. Auch für andere Schuldner von Kapitalerträgen wie etwa ausschüttende GmbHs ist der automatisierte Datenabruf infolge der gesetzlichen Neuregelung verpflichtend. Darauf weist der Deutsche Steuerberaterverband e.V. (DStV) hin.

Mit dem gesetzgeberischen Ziel, eine effizientere Durchführung des Abzugsverfahrens zu erreichen, stehen die Kirchensteuerabzugsverpflichteten - Finanzdienstleistungsinstitute sowie Versicherungen - in der Verantwortung, die Kirchensteuerpflicht der Empfänger der Kapitalerträge zu ermitteln. Der automatisierte Datenabruf gilt künftig für alle zum Steuerabzug vom Kapitalertrag Verpflichteten, so dass auch ausschüttende GmbHs für die Ermittlung der Kirchensteuerpflicht ihrer Kapitalertragsempfänger verantwortlich sind. Für diese Unternehmen wird im weiteren Verlauf des neu geregelten Verfahrens der Steuerberater als zentraler Ansprech- und Sparringspartner gefragt sein.

Damit die notwendigen Informationen ab 2015 zur Umsetzung vorliegen, starten die Vorbereitungen - entsprechend dem gesetzlich festgeschriebenen Zeitplan. Insbesondere Banken und Sparkassen benachrichtigen ihre Kunden bereits jetzt mittels Kontoauszugsinformation über das neue Verfahren und weisen auf die bevorstehende Datenabfrage sowie die Möglichkeit zum Widerspruch gegenüber dem Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) hin. Möchte der Kirchensteuerpflichtige grds. nicht, dass das BZSt Daten zu seiner Religionszugehörigkeit auf Anfrage an kirchensteuerabzugsverpflichtete Institutionen übermittelt, kann er bis spätestens 30.6.2014 von seinem Widerspruchsrecht Gebrauch machen und direkt beim BZSt einen sog. Sperrvermerk setzen lassen. Sperrvermerke, die nach diesem Ausschlusstermin veranlasst werden, können erst im Folgejahr berücksichtigt werden.

Im Zeitraum vom 1.9.2014 bis 31.10.2014 müssen die zum Kirchensteuerabzug Verpflichteten dann beim BZSt den Religionsstatus der Schuldner per 31.8.2014 (Stichtag) abfragen. Die Mitteilung des Merkmals erfolgt verschlüsselt als sechsstellige Kennziffer, anhand derer die Kirchensteuer über die Finanzbehörden direkt an die berechtigte Religionsgemeinschaft weitergeleitet werden kann. Gehört der Schuldner der Kapitalertragsteuer keiner steuererhebenden Religionsgemeinschaft an bzw. hat er der Datenübermittlung rechtzeitig – spätestens zwei Monate vor Datenabfrage – widersprochen (Sperrvermerk), übermittelt das BZSt einen sog. Nullwert.

Für den Fall der Eintragung eines Sperrvermerks sind die Kapitalertragsempfänger verpflichtet – sofern im Veranlagungszeitraum Kapitalertragsteuer einbehalten wurde –, eine Steuererklärung beim zuständigen Finanzamt einzureichen und die Kirchensteuer nachzuerklären.

Da der automatisierte Datenabruf nunmehr für alle zum Steuerabzug vom Kapitalertrag Verpflichteten gilt, sind zukünftig nicht länger nur die inländischen Kredit- bzw. Finanzdienstleistungsinstitute und Versicherungen in das Kirchensteuerabzugsverfahren involviert. Auch für andere Schuldner von Kapitalerträgen (bspw. ausschüttende Kapitalgesellschaften) ist der automatisierte Datenabruf infolge der gesetzlichen Neuregelung verpflichtend.

Hinweis:

Es ist davon auszugehen, dass sich gerade die betroffenen Gesellschaften wie eine GmbH zur weiteren Unterstützung – sowohl als ersten Ansprechpartner als auch zur Umsetzung des Datenabrufs – regelmäßig an ihren steuerlichen Berater wenden werden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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