Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

7 oder 19 Prozent bei Restaurationsleistungen?

Datum: 10.05.2013 | Rubrik: Umsatzsteuer
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte jüngst zugunsten von Steuerzahlern entschieden, dass die Abgabe von Speisen und Getränken zum sofortigen Verzehr im Normalfall dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz unterliegen. Das wird vom deutschen Fiskus umgesetzt. Bieten Unternehmer beispielsweise über einen Imbisswagen Speisen an, ist grundsätzlich danach zu unterscheiden, ob Ihr Umsatz
  1. sich auf Lebensmittel zum Mitnehmen ohne Dienstleistungen bezieht (7 Prozent) oder

  2. ein sofortiger Verzehr an Ort und Stelle darstellt (19 Prozent Umsatzsteuer).
Entsprechend den Konsequenzen aus der Rechtsprechung des EUGH zur Abgrenzung von Lieferungen und sonstigen Leistungen bei der Abgabe von Speisen und Getränken wurde der Umsatzsteuer-Anwendungserlass in Abschnitt 3.6 geändert. Die Oberfinanzdirektion Niedersachsen weist jetzt in einer aktuellen Verfügung (S 7100 - 441 - St 171) auf einige Aussagen besonders hin.
  • Die Abgabe von Speisen und Getränken ist eine sonstige Leistung (19 Prozent Umsatzsteuer), wenn der Dienstleistungsanteil qualitativ überwiegt. Bei der Beurteilung sind alle Umstände des Einzelfalles zu betrachten.

  • Stellt der Betreiber eines Imbissstandes Tische mit Sitzgelegenheiten bereit, liegt darin ein qualitativ überwiegendes Dienstleistungselement. Erklärt der Kunde bei Erwerb der Speise, er wolle die Speise vor Ort verzehren, liegt eine sonstige Leistung vor. Erklärt er demgegenüber, er wolle die Speise mitnehmen, liegt eine Lieferung vor (7 Prozent Umsatzsteuer). Entscheidend ist die Absichtserklärung, nicht das tatsächliche Verhalten des Kunden.

  • Stehtische und Sitzgelegenheiten in den Wartebereichen von Kinofoyers sowie die Bestuhlung in Kinos, Theatern und Stadien, Parkbänke im öffentlichen Raum und Nachttische in Kranken- und Pflegezimmern sind nicht zu berücksichtigen.

  • Der Transport von Speisen und Getränken einschließlich des Kühlens oder Warmhaltens während des Transports sowie die Anlieferung zu einem bestimmten Zeitpunkt sind für die Vermarktung der Speisen notwendig und deshalb im Rahmen der Gesamtbetrachtung nicht zu berücksichtigen.

  • Erfüllen überlassenes Geschirr und Platten usw. vornehmlich Verpackungsfunktion, stellen deren Überlassung und anschließende Reinigung bzw. Entsorgung keine berücksichtigungsfähigen Dienstleistungselemente dar.

  • Das gilt für Umsätze ab dem 1. Juli 2011. Ab diesem Zeitpunkt kommt es bei der Abgrenzung nicht darauf an, ob es sich um eine zubereitete Speise oder eine nicht zubereitete Speise handelt, so dass auch die Komplexität der Zubereitung von Speisen nicht als Dienstleistungselement zu berücksichtigen ist.
Faustregel:

Es liegen begünstigte Lieferungen bei der Abgabe von Speisen zum Mitnehmen vor, bei der Abgabe von Speisen am Stehimbiss und im Kino. Begünstigte Lieferungen liegen auch vor, wenn sich Caterer und Betreiber von Partyservices oder Mahlzeitendiensten (Essen auf Rädern) auf die Zubereitung und die Anlieferung ihrer Speisen beschränken.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 231 | Seite: 82 von 231
« zurück 79 80 81 82 83 84 85 » weiter
Mo., 20. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... Lohnsteuerhilfevereine seit über 40 Jahren die steuerlichen Interessen der Arbeitnehmer gegenüber den Finanzämtern erfolgreich vertreten!
 

Social Bookmarks