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Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Obergeschosswohnung ist ein häusliches Arbeitszimmer...

Datum: 16.04.2013 | Rubrik: Werbungskosten
Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer dürfen grundsätzlich nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden und hiervon gibt es lediglich eine gesetzlich Ausnahme, wenn das häusliche Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet. Hinzu kommen drei Optionen:
  1. Ist der Raum nicht Mittelpunkt der Tätigkeit, wird er aber zu mehr als der Hälfte für Job oder Betrieb genutzt, können Berufstätige nichts absetzen.

  2. Steht außer dem Arbeitszimmer kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung, können beispielsweise Lehrer, Handelsvertreter oder Vertreter mit umfangreichem Außendienst zumindest ein Abzugsvolumen von 1.250 Euro im Jahr nutzen.

  3. Die Aufwendungen für ein außerhäusliches Büro - z.B. in der Nachbarschaft - sind dagegen voll abziehbar.
Vor diesem Hintergrund hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit dem am 10. April 2013 veröffentlichten Urteil (Az. VIII R 7/10) entschieden, dass Aufwendungen für die berufliche Nutzung der zweiten Wohnung, die sich im Obergeschoss eines ausschließlich von dem Selbstständigen und seiner Familie genutzten Zweifamilienhauses befinden, unter die Abzugsbeschränkung für ein häusliches Arbeitszimmer fallen und somit lediglich pauschal 1.250 Euro im Jahr steuerlich zu berücksichtigen sind.

Im dem Urteil zugrunde liegenden Fall erzielte der Ehemann Einkünfte aus selbständiger Arbeit als Erfinder. Für die Erstellung von Patenten benötigte er zahlreiche Unterlagen und umfangreiche Fachliteratur, sodass er ein ausschließlich beruflich genutztes Büro unterhielt. Dieses befand sich im Obergeschoss des von ihm und seiner Familie bewohnten Zweifamilienhauses. Eine direkte Verbindung zwischen den zum Büro gehörenden Räumlichkeiten im Obergeschoss und dem Wohnbereich im Erdgeschoss bestand nicht. Der Zugang zum Obergeschoss war nur über einen separaten Treppenaufgang möglich, der über eine eigene Eingangstür verfügte.

Der Erfinder machte in seiner Einkommensteuererklärung die auf die Büroräume entfallenden Aufwendungen in voller Höhe geltend. Das Finanzamt ließ dagegen nur die für ein häusliches Arbeitszimmer geltende Pauschale von 1.250 Euro zum Abzug zu. Vor Gericht argumentierte er, das Arbeitszimmer sei nicht häuslich und würde deshalb nicht der Abzugsbeschränkung unterliegen. Das FG Baden-Württemberg (Az. 10 K 3583/08) folgte dem und gab der Klage statt. Auf die Revision des Finanzamts hat der BFH das Urteil aufgehoben und die Klage abgewiesen.

Der BFH rechnet das Arbeitszimmer noch dem häuslichen Bereich zu. Tenor: Der für die Annahme der Häuslichkeit erforderliche Zusammenhang der beruflich und privat genutzten Räume entfällt erst, wenn das Arbeitszimmer über eine der Allgemeinheit zugängliche und auch von anderen Personen genutzte Verkehrsfläche zu erreichen ist.

Im vorliegenden Urteilsfall wurde jedoch das gesamte Grundstück und Gebäude ausschließlich von dem Selbstständigen und seiner Familie genutzt, so dass die baubedingte räumliche Trennung zwischen den beruflich und den privat genutzten Räumen nicht so stark charakteristisch war, dass der Zusammenhang zur häuslichen Sphäre hinreichend gelöst war.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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