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Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Mehr Werbungskostenpotential für Hausbesitzer...

Datum: 11.04.2013 | Rubrik: Schuldzinsen
Mit einem viel beachteten Urteil aus dem Vorjahr (IX R 67/10) hatte der Bundesfinanzhof (BFH) aus Sicht der Hausbesitzer erfreulicherweise entschieden, dass Schuldzinsen für ein Darlehen, das ursprünglich zur Finanzierung von Anschaffungskosten einer zur Vermietung bestimmten Immobilie aufgenommen wurde, grundsätzlich auch dann noch als nachträgliche Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden können, wenn das Gebäude veräußert wird, der Veräußerungserlös aber nicht ausreicht, um die Darlehensverbindlichkeit zu tilgen. Dieses Urteil fiel damals abweichend von der bisherigen Rechtsprechung und der Auffassung der Finanzverwaltung.

Das Bundesfinanzministerium (IV C 1 - S 2211/11/10001 :001) teilt nun per Erlass mit, dass - unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder - das o.g. BFH-Urteil angewendet wird, aber es gelten hierbei folgende Grundsätze:
  • Voraussetzung für den Werbungskostenabzug bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung ist, dass die steuerbare Immobilienveräußerung innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist erfolgt ist.

  • Der Veräußerungserlös reicht nicht aus, um die Darlehensverbindlichkeit zu tilgen.

  • Die Absicht, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu erzielen, ist nicht bereits vor der Veräußerung des Immobilienobjekts aus anderen Gründen weggefallen ist.

  • Soweit die Schuldzinsen auf Verbindlichkeiten entfallen, die durch den Veräußerungspreis der Immobilie hätten getilgt werden können, gilt der sog. Grundsatz des Vorrangs der Schuldentilgung. Hiernach ist der Werbungskostenabzug - mangels Veranlassungszusammenhang - mit den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung zu verneinen.

  • Der Werbungskostenabzug fällt unter den Tisch, wenn es sich um Fälle einer nicht steuerbaren Immobilienveräußerung außerhalb der zehnjährigen Veräußerungsfrist handelt.

  • Handelt es sich um Grundstücksveräußerungen, bei denen die Veräußerung auf einem vor dem 1. Januar 1999 rechtswirksam abgeschlossenen Vertrag oder einem ähnlichen Rechtsakt beruht, fallen diese Altfälle noch nicht unter den Anwendungsbereich der Spekulationsbesteuerung innerhalb von 10 Jahren. Daher gilt die bisherige Auffassung der Finanzverwaltung fort und danach ist für Schuldzinsen, die auf die Zeit nach der Aufgabe der Vermietungsabsicht oder -tätigkeit entfallen, kein nachträglicher Werbungskostenabzug bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung vorzunehmen. Denn die Schuldzinsen stehen dann gemäß der bisherigen BFH-Rechtsprechung nicht mehr mit dieser Einkunftsart in wirtschaftlichem Zusammenhang. Sie sind Gegenleistung für die Überlassung von Kapital, das im privaten Vermögensbereich nicht mehr der Erzielung von Einkünften dient.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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