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Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Kein Einspruch gegen Streichung der Sonderausgaben...

Datum: 09.04.2013 | Rubrik: Steuerberatungskosten
Bei Zahlung seit 2006 sind Steuerberatungskosten nur noch dann abzugsfähig, wenn sie bei der Ermittlung der Einkünfte als Werbungskosten oder Betriebsausgaben anfallen. Die Abschaffung des Sonderausgabenabzugs hält der Bundesfinanzhof nach mehreren Urteilen für verfassungsgemäß und bestätigt immer wieder seine bereits früher geäußerte Auffassung. Denn das Ausfüllen der Steuererklärung oder die Beratung in Tarif- und Veranlagungsfragen gehört zur privaten Lebensführung (Az. X R 10/10, VIII R 51/09 und X R 10/08). Steuerberaterkosten stellen auch keine dauernden Lasten oder außergewöhnliche Belastung dar und sind daher über diesen Umweg ebenfalls nicht abzugsfähig. Es reicht aus, dass die auf die jeweiligen Einkünfte bezogenen Aufwendungen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben berücksichtigt werden.

Viele Steuerpflichtige haben hierzu verfassungsrechtliche Zweifel geäußert und gegen ihre Einkommensteuerbescheide Einspruch eingelegt oder Änderungsanträge gestellt. Soweit bekannt, wurde gegen keines dieser Urteile des Bundesfinanzhofs eine Verfassungsbeschwerde erhoben. Die in dieser Angelegenheit eingelegten Einsprüche und gestellten Änderungsanträge können daher keinen Erfolg haben.

Die obersten Finanzbehörden der Länder haben deshalb durch Allgemeinverfügung vom 25. März 2013 diese Einsprüche und Änderungsanträge zurückgewiesen. Betroffen von dieser Allgemeinverfügung sind Verfahren über Einsprüche und Änderungsanträge, die am 25. März 2013 noch anhängig waren, somit nicht Einsprüche und Änderungsanträge durch einen Vorläufigkeitsvermerk abgeholfen wurde.

Hintergrund:

Zwar sollte früher der Sonderausgabenabzug von privaten Steuerberatungskosten einen gewissen Ausgleich für das komplizierte Steuerrecht schaffen. Denn in vielen Fällen besteht für Bürger und Unternehmen aufgrund der Komplexität des Steuerrechts ein wirtschaftlicher Druck, Steuerberatungsdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Dies rechtfertigt es aber nicht, sie als unvermeidbare Privatausgaben zu qualifizieren und daher muss der Gesetzgeber privat veranlasste Honorare für Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein auch nicht aufgrund des subjektiven Nettoprinzips zwingend zum Abzug als Sonderausgaben zulassen, zumal die Einschaltung eines Experten freiwillig erfolgt. Zwar ist unbestritten, dass die Hilfe eines Experten dem ordnungsgemäßen Ablauf des Besteuerungsverfahrens zugute kommt. Daraus folgt aber nicht automatisch die Verpflichtung, den Abzug von Steuerberatungskosten zwingend als Sonderausgabe zuzulassen.

Hinweis:

Betroffen vom Sonderausgabenabzugsverbot ab 2006 sind lediglich privat veranlasste Steuerberaterkosten, also Honorare, die nicht direkt mit einer Einkunftsart in Verbindung stehen. Der Aufwand ist jedoch weiterhin in voller Höhe als Betriebsausgaben oder Werbungskosten bei der jeweiligen Einkunftsart - Ausnahme Kapitaleinkünfte ab 2009 - absetzbar, soweit er bei der Ermittlung anfällt. Das gilt beispielsweise bei
  • Gebühren für Umsatzsteuererklärungen oder Lohnsteueranmeldungen, Grundsteuer für Betriebsgrundstücke, Investitionszulagen,

  • Buchführungsarbeiten, Aufstellung von Bilanzen oder Einnahme-Überschuss-Rechnungen,

  • Ermittlung von Ausgaben oder Einnahmen inklusive der Anfertigung von Zusammenstellungen,

  • Beantwortung der sich ergebenden Steuerfragen zu den o.g. Themen oder

  • das Ausfüllen des Vordrucks EÜR bei Freiberuflern.
Einkommensteuerbescheide ergehen zu diesem Punkt immer noch vorläufig, obwohl der Bundesfinanzhof keine Verpflichtung sieht, den Abzug von Steuerberatungskosten zuzulassen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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