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Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Formalien zur steuerlichen Absetzbarkeit

Datum: 19.03.2013 | Rubrik: Spenden
Im Vergangenen Jahr war das Gesetz zur Umsetzung steuerrechtlicher EU-Vorgaben sowie zur Änderung steuerlicher Vorschriften in Kraft getreten. Dadurch lassen sich jetzt Spenden und Stiftungszuwendungen an gemeinnützige Einrichtungen in allen noch nicht bestandskräftig veranlagten Einkommensteuerfällen als Sonderausgaben absetzen, wenn diese im übrigen EU-Raum statt in Deutschland sitzen. Spender oder Stifter können entsprechende Belege für den Einkommensteuerbescheid 2009 oder 2010 noch nachreichen, wenn dieser unter dem Vorbehalt der Nachprüfung steht oder aus anderen Gründen noch ein Einspruch anhängig ist.

Voraussetzung für den verbesserten Abzug von Zuwendungen zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke ist, dass sie an eine Körperschaft gehen, die von der deutschen Körperschaftsteuer befreit wäre, wenn sie inländische Einkünfte erzielen würde, ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient. Zu beachten ist, dass die verbesserte steuerliche Förderung ausschließlich Zuwendungen in einen anderen Staat der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums betrifft und demgemäß nicht auf Drittländer anzuwenden ist.

Das Bayerische Landesamt für Steuern hat (Az. S 2223.1.1-23/2 St 32) klargestellt, welche Anforderungen der Spender oder Stifter erfüllen muss, damit es zu der Steuerermäßigung kommt. Für den Nachweis der steuerbegünstigten Zuwendung als Geld- oder Sachspende können die Finanzbehörden nämlich Belege verlangen, die ihnen für die Beurteilung der Frage notwendig erscheinen, ob die Voraussetzungen für die Abziehbarkeit der Ausgaben erfüllt sind. Erweist sich die Nachprüfung der vom Spender vorgelegten Auskünfte als schwierig, sind die Beamten nicht daran gehindert, bei Nichtvorlage von Nachweisen den beantragten Steuerabzug zu verweigern.

Für die Feststellung, ob der ausländische Zuwendungsempfänger die Voraussetzungen erfüllt, gelten die für die Gewährung der Steuerbefreiung für inländische Körperschaften maßgebenden Grundsätze entsprechend. Daher muss der ausländische Empfänger nach der Satzung, dem Stiftungsgeschäft oder der sonstigen Verfassung und nach der tatsächlichen Geschäftsführung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dienen. Diesen Nachweis hat der inländische Spender gegenüber dem für ihn zuständigen Finanzamt durch Vorlage geeigneter Belege zu erbringen. Hierzu dienen insbesondere
  • Satzung,

  • Tätigkeitsbericht sowie Vorstandsprotokolle

  • Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben,

  • Kassenbericht,

  • Vermögensübersicht mit Nachweisen über die Bildung und Entwicklung der Rücklagen, - Aufzeichnung über die Vereinnahmung von Zuwendungen und deren zweckgerechte Verwendung
Hinweis:

Das Landesamt weist ausdrücklich darauf hin, dass Körperschaften bei Auslandssachverhalten nach der Abgabenordnung eine erhöhte Mitwirkungs- und Beweisvorsorgepflicht haben.

Zuwendungen, die zur Hilfe in Katastrophenfällen im Ausland verwendet werden, gibt es Nachweiserleichterungen, bei Zuwendungen bis zu 200 Euro je Spende reicht der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung eines Kreditinstituts.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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