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Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Berechnung des Privatanteils ist noch zeitgemäß

Datum: 08.03.2013 | Rubrik: Firmenwagen
Seit 1996 müssen Arbeitnehmer für die Privatnutzung des vom Betrieb kostenlos überlassenen Firmenwagens einen geldwerten Vorteil versteuern. Sofern kein Fahrtenbuch verwendet wird, berechnet sich dieser pauschal mit einem Prozent vom Bruttolistenpreis inklusive Umsatzsteuer und der bei Erstzulassung enthaltenen Zusatzausstattung für jeden Monat. Diese Bemessungsgrundlage gilt unabhängig davon, ob der Arbeitgeber beim Kauf Rabatte erhalten hatte oder der Angestellte einen alten und längst abgeschriebenen Gebrauchtwagen fährt. Sofern der Firmenwagen für die Fahrt von der Wohnung zur Arbeit genutzt wird, kommt noch ein weiterer geldwerter Vorteil hinzu, ebenfalls ermittelt über den Bruttolistenpreis.

Ob diese Pauschalregelung noch zeitgemäß ist oder zu einer ungerechten Besteuerung führt, weil der Wagen den Arbeitgeber in der Praxis meist weniger als der offizielle Kaufpreis gekosten hat, hat jetzt der Bundesfinanzhof (BFH) mit seinem am 6. März 2013 veröffentlichten Urteil unter Az. VI R 51/11 geklärt. Der hat erneut bekräftigt, dass verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Ein-Prozent-Regelung nicht bestehen. Zum Arbeitslohn gehören auch die Vorteile aus der Überlassung eines Dienstwagens, soweit ihn der Arbeitnehmer privat nutzen kann. Zu bewerten ist dieser Vorteil entweder mit den durch die private Nutzung verursachten Kosten des Fahrzeugs (Fahrtenbuchmethode) oder, wenn ein Fahrtenbuch nicht geführt wird, mit einem Prozent des Bruttolistenneupreises (sog. 1%-Regelung).

Im Urteilsfall hatte der Arbeitgeber den auch für private Fahrten zur Verfügung gestellten Dienstwagen als Gebrauchtfahrzeug geleast und dafür monatliche Leasingraten von rund 720 Euro zu leisten. Zu Beginn der Nutzungszeit hatte der Pkw noch einen Wert von rund 32.000 Euro und der Bruttolistenneupreis belief sich auf 81.400 Euro. Das Finanzamt setzte als geldwerten Vorteil aus der Überlassung des Dienstwagens entsprechend der 1%-Regelung auf Grundlage des Bruttolistenneupreises einen entsprechenden Betrag monatlich an. Dagegen machte der Arbeitnehmer geltend, dass bei der Berechnung der Gebrauchtwagenwert zugrunde zu legen sei. Außerdem würden Neufahrzeuge kaum noch zum Bruttolistenpreis veräußert. Der Gesetzgeber müsse deshalb aus verfassungsrechtlichen Gründen einen Abschlag vorsehen.

Der BFH hält an der Rechtsprechung fest, dass die 1%-Regelung als grundsätzlich zwingende und stark typisierende und pauschalierende Bewertungsregelung individuelle Besonderheiten in Bezug auf die Art und die Pkw-Nutzung grundsätzlich unberücksichtigt lässt. Schon früher hatte der BFH entschieden, dass nachträgliche Änderungen am Fahrzeug unabhängig davon, ob werterhöhend oder wertverringernd, grundsätzlich unerheblich bleiben, so dass auch bei einem vom Arbeitgeber gebraucht erworbenen Fahrzeugs grundsätzlich der Bruttolistenneupreis anzusetzen ist.

Der BFH folgte auch nicht dem Einwand, dass heutzutage auch Neufahrzeuge praktisch kaum noch zum ausgewiesenen Bruttolistenneupreis verkauft würden und der Gesetzgeber Anpassungen vornehmen muss - etwa durch einen Abschlag vom Neupreis. Insoweit ist zu berücksichtigen, dass der Vorteil des Arbeitnehmers nicht nur in der Fahrzeugüberlassung selbst liegt, sondern auch in der Übernahme sämtlicher damit verbundener Kosten wie Steuern, Versicherungsprämien, Reparatur und Wartungskosten sowie insbesondere der Treibstoffkosten. Alle diese Aufwendungen sind weder im Bruttolistenneupreis noch in den tatsächlichen möglicherweise geringeren Anschaffungskosten enthalten.

Der BFH weist darauf hin, dass Arbeitnehmer im Rahmen der Nutzungsüberlassung eines Dienstwagens ebenfalls die Möglichkeit haben, auf die tatsächlichen Fahrzeugpreise abzustellen, nämlich wenn er sich für die Fahrtenbuchmethode entscheidet.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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