Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Geschenke sind steuerlich nicht immer abzugsfähig

Datum: 18.12.2013 | Rubrik: Präsente
In der Vorweihnachtszeit oder zum Anlass des Jahreswechsels ist es üblich, dass Betriebe an ihre Geschäftsfreunde Geschenke verteilen. Die Aufwendungen lassen sich nicht immer als Betriebsausgaben absetzen, hier ist eine betragsmäßige Begrenzung und eine formale Bedingung zu erfüllen. Faustregel: Die Geschenke sind nur bis zu einem Wert von 35 Euro pro Jahr und Empfänger abzugsfähig, wenn die Kosten separat in der Buchführung aufgelistet werden. Dabei sind insbesondere vier Punkte von großer Bedeutung:
  1. Geschenke an Geschäftsfreunde sind nur bis zu einem Wert von 35 Euro pro Jahr und pro Empfänger abzugsfähig. Die 35-Euro-Grenze bezieht sich auf den Nettoeinkaufspreis ohne Umsatzsteuer. Grundvoraussetzung für den beschränkten Abzug ist jedoch die betriebliche Veranlassung des Geschenks (§ 4 Abs. 4 Einkommensteuergesetz - EStG). Werden sie aus privater oder allgemein gesellschaftlicher Verpflichtung heraus getätigt, scheitert der Abzug nach § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG). Allerdings sieht die Finanzverwaltung bei Geschenken an Geschäftspartner, Kunden und Lieferanten die betriebliche Veranlassung in der Regel als erfüllt an.

  2. Darf der Selbstständige keine Vorsteuer absetzen, muss er den Bruttobetrag berücksichtigen. Das gilt etwa für Versicherungsvertreter, Ärzte und Kleinunternehmer, bei ihnen darf der Bruttobetrag inklusive Umsatzsteuer nicht mehr als 35 Euro betragen.

  3. Wie generell bei Betriebsausgaben muss eine ordnungsgemäße Rechnung vorhanden sein, auf der der Name des Empfängers vermerkt ist. Bei Großrechnungen mit vielen Positionen oder Präsentkörben sollte eine gesonderte Geschenke-Liste mit den Namen der Empfänger sowie Art und Betragshöhe des Geschenks angefertigt werden.

  4. Die Verbuchung der Aufwendungen für die Geschenke muss auf einem besonderen Konto mit dem Namen „Geschenke an Geschäftsfreunde“ erfolgen - getrennt von allen anderen Aufwendungen der Buchhaltung (§ 4 Abs. 7 EStG).
Ist ein Unternehmer oder Freiberufler zu großzügig und überschreitet die Wertgrenze oder ist er in seiner Buchhaltung nicht ordentlich genug, sind die Geschenke insgesamt nicht als Betriebsausgabe abzugsfähig. Darüber hinaus fällt auf den nichtabzugsfähigen Nettobetrag dann auch noch Umsatzsteuer an. Zu beachten ist, dass die 35 Euro pro Kalenderjahr gelten. Wer also beispielsweise einem Lieferanten schon zu Ostern ein Präsent von 20 Euro geschickt hat, darf an Weihnachten höchstens weitere 15 Euro nachlegen.

Seit 2007 haben Unternehmer bei betrieblich veranlassten Sachzuwendungen und Geschenken die Möglichkeit, nach § 37b EStG eine Pauschalsteuer von 30 Prozent an den Fiskus zu zahlen. Hierfür dürfen die Zuwendungen pro Person bis zu 10.000 Euro betragen. Streuwerbeartikel im Wert von bis zu zehn Euro sind nicht in die Bemessungsgrundlage für die Pauschalierung einzubeziehen, sie werden also nicht besteuert.

Die Zuwendungen sind aber weiterhin aufzuzeichnen, auch um diese Grenze prüfen zu können. Das hat für den Empfänger den Vorteil, dass er keine Betriebseinnahmen versteuern muss, das Geschenk also rein brutto genießen kann. Hierbei spielt dann keine Rolle, ob die Wertgrenze von 35 Euro eingehalten wird. Die Pauschalierung gelingt aber nur, wenn Betriebe sie einheitlich für alle innerhalb eines Wirtschaftsjahres gewährten Zuwendungen an Geschäftspartner ausüben.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 231 | Seite: 229 von 231
« zurück 226 227 228 229 230 231 » weiter
Di., 21. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... das Statistische Bundesamt nachgerechnet hat? Im Schnitt erstattet das Finanzamt für jede Steuererklärung 823 Euro.
 

Social Bookmarks