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Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Die Teilnahme ist immer auch privat

Datum: 16.10.2013 | Rubrik: Sprachkurs
Die Teilnahme an einem Sprachkurs in spanischer Sprache in Südamerika ist außergewöhnlich und bereits dieser Umstand zeigt, dass ein Steuerpflichtiger die Reisekosten auch aus privaten Erwägungen auf sich genommen hat. Aus diesem Grund liegt der Reise nach dem Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH) kein unmittelbarer beruflicher Anlass zugrunde und als Folge daraus sind die mit dem Sprachkurs verbundenen Reisekosten aufzuteilen (Az. VI B 133/12). Dieser Tenor erging zu einem Exportsachbearbeiter, der einen in den Anden in Ecuador durchgeführten Spanisch-Sprachkurs Grundkenntnisse vermittelt bekam, die für die berufliche Tätigkeit des teilnehmenden Exportsachbearbeiters ausreichten (durch Arbeitgeberbescheinigung belegtes Erfordernis von spanischen Sprachkenntnissen).

Grundsatz:

Die mit einer beruflichen Fortbildung verbundenen Reisekosten lassen sich nur dann als Werbungskosten (bei Arbeitnehmern) oder Betriebsausgaben (bei Selbstständigen) uneingeschränkt und in voller Höhe abziehen, wenn die Reise ausschließlich oder nahezu ausschließlich dem beruflichen Bereich zuzuordnen ist. Ist eine Reise jedoch auch privat mit veranlasst, kommt nach der neuen BFH-Rechtsprechung eine Aufteilung der Reisekosten und der Abzug des beruflich veranlassten Stückes in Betracht. Aufteilungsmaßstab kann dabei regelmäßig deren Zeitanteil sein. Sofern es sich gleichzeitig um beruflich und privat verwirklichte Aktivitäten handelt, können die Aufwendungen aber auch nach einem anderen Maßstab aufzuteilen sein, sofern der berufsbezogene Anteil nicht nur von untergeordneter Bedeutung ist.

Im Fall der Aufteilung darf der touristische Wert des Aufenthalts an dem Ort, an dem ein Sprachkurs - oder eine vergleichbare Maßnahme - nicht unbemerkt bleiben, betont der BFH. Denn anders als bei sonstigen der Fortbildung dienenden Reisen besteht bei Sprachreisen für die Wahl des auswärtigen Kursortes regelmäßig keine unmittelbare berufliche Veranlassung. Deshalb wird die Wahl in diesen Fällen auch immer von privaten, in der Regel touristischen Interessen und Vorlieben eines Steuerpflichtigen bestimmt sein.

Mangels eines anderen Aufteilungsmaßstabs kann in diesen Fällen von einer hälftigen Aufteilung sämtlicher mit der Reise verbundenen Kosten ausgegangen werden, so dass beim Arbeitnehmer 50 Prozent als Werbungskosten abgesetzt werden dürfen und der Rest nicht abzugsfähig ist.

Aufwendungen für der beruflichen Fortbildung dienende Reisen sind dann als Werbungskosten abziehbar, wenn sie durch den Beruf veranlasst sind, so die ständige BFH-Rechtsprechung. Bei einem Fortbildungslehrgang zum Erwerb oder zur Vertiefung von Fremdsprachenkenntnissen, der nicht am Wohnort des Steuerpflichtigen oder in dessen Nähe stattfindet, ist - im Rahmen einer Gesamtwürdigung der gesamten Maßnahme - darüber hinaus zu bestimmen, ob neben den reinen Kursgebühren auch die Aufwendungen für die mit dem Sprachkurs verbundene Reise beruflich veranlasst und folglich als Werbungskosten abziehbar sind. Der vollständige Abzug auch dieser Aufwendungen setzt voraus, dass die Reise nahezu ausschließlich der beruflichen Sphäre zuzuordnen ist. Auswärtigen Sprachlehrgänge sind ebenso wie sonstige Reisen vor allem dann der beruflichen Sphäre zuzuordnen, wenn
  • ihnen offensichtlich ein unmittelbarer geschäftlicher Beweggrund zugrunde liegt und

  • die Verfolgung privater Reiseinteressen nicht den Schwerpunkt bildet.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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