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Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Nutzung eines spanischen Domizils kann Steuern führen

Datum: 10.10.2013 | Rubrik: Ferienwohnung
Die Nutzung einer spanischen Ferienimmobilie in Deutschland kann zu beträchtlichen Einkommensteuerforderungen führen. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) mit seinem am 2. Oktober 2013 veröffentlichten Urteil (vom 12. Juni 2013, Az. I R 109-111/10) entschieden. Die Einkommensteuerforderungen entstehen nämlich dann, wenn
  • die Immobilie einer spanischen Kapitalgesellschaft gehört und - die Beteiligten der Kapitalgesellschaft als Nutzende der Immobilie in Deutschland wohnen.
Hintergrund:

Es entspricht wohl gängiger Praxis und Empfehlung einschlägiger Verkehrskreise, beim Ankauf einer spanischen Ferienimmobilie eine spanische Kapitalgesellschaft zu errichten und als Eigentümerin der Immobilie „vorzuschalten“. Das geschieht vorzugsweise, um spanische Wertzuwachs- und Erbschaftssteuern zu ersparen, aber auch aus Gründen der Haftungsbeschränkung sowie der Anonymität.

Folgewirkung:

Dieses Gestaltungsmodell kann jedoch in Deutschland teuer werden, weil für die Immobiliennutzung meistens gar keine oder zumindest keine marktübliche Miete gezahlt wird und der Mietverzicht dann eine verdeckte Gewinnausschüttung der Gesellschaft an ihre Gesellschafter darstellt. Die Gesellschaft verzichtet nämlich in aller Regel nur aus Gründen des gesellschaftlichen Näheverhältnisses zu seinen Gesellschaftern auf eine entsprechende Vermögensmehrung.

Sachverhalt:

Konkret ging es um eine deutsche Familie - Eltern und ihre beiden Kinder. Sie hatte im Jahre 2000 für umgerechnet rund 1,2 Millionen Euro ein 1.000 qm großes, in Porto Andratx auf Mallorca belegenes Grundstück mit einem 160 qm großen Einfamilienhaus und einem Schwimmbad erworben. Dazwischen hatten sie aber eine spanische Sociedad Limitada, vergleichbar einer deutschen GmbH geschaltet. Das Haus stand den Familienangehörigen ganzjährig zur Verfügung und wurde von ihnen zu Urlaubszwecken unentgeltlich genutzt. Das Finanzamt nahm an, dass die Nutzung steuerpflichtige verdeckte Gewinnausschüttungen der Gesellschaft (die spanische Sociedad Limitada) an ihre Gesellschafter nach sich zog. Im Einzelnen ging es für die Jahre 2001 bis 2005 um Beträge in Höhe einer geschätzten Kostenmiete plus eines Gewinnzuschlags von rund 78.000 Euro jährlich.

Entscheidung:

Der BFH hat die Auffassung des Finanzamts im Grundsatz bestätigt. Die unentgeltliche Nutzung der in Spanien belegenen Ferienimmobilie einer spanischen Kapitalgesellschaft in der Rechtsform einer Sociedad Limitada durch deren in Deutschland ansässige Gesellschafter kann bei den Gesellschaftern als verdeckte Gewinnausschüttung in Gestalt der verhinderten Vermögensmehrung zu behandeln sein.

Praxishinweis:

Beim Kauf einer ausländischen Ferienimmobilie wird das Urteil zu beachten sein. Das gilt insbesondere für Objekte in Spanien. Allerdings ist die Gefahr einer Nachversteuerung in Deutschland insoweit von 2013 an eher gering, weil nach dem seitdem geltenden neuen deutsch-spanischen Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA-Spanien) das Besteuerungsrecht für derartige Gewinnausschüttungen zumeist in Spanien liegen dürfte.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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