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Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Geldwerter Vorteil und damit Steuerpflicht schon bei Ausgabe

Datum: 23.07.2013 | Rubrik: Job-Ticket
Fahrtkostenzuschüsse, die der Arbeitgeber zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln leistet, sind in vollem Umfang lohnsteuerpflichtig. Insoweit stellt auch die kostenlos oder verbilligt abgegebene Fahrkarte für den Verkehrsverbund steuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Bei der Überlassung einer Jahreskarte fließt der geldwerte Vorteil bereits im Zeitpunkt der Überlassung des Tickets zu. Hierbei ist nicht von Bedeutung, dass nach den Zahlungsmodalitäten mit den Verkehrsbetrieben der Arbeitgeber die Zuschüsse nicht jährlich, sondern monatlich zahlt, so das Urteil vom Bundesfinanzhof (Az. VI R 56/11).

Der Besteuerung können Angestellte zwar ausweichen, indem sie die Freigrenze für Sachbezüge von monatlich 44 Euro in Anspruch nehmen. Ist der Vorteil nicht höher, bleibt das verbilligte Job-Ticket ohne Steuerlast, selbst wenn die Angestellten es nur privat verwenden. Diese Freigrenze wirkt sich in der Regel aber nur bei der Überlassung einer Monatskarte aus, weil nach dem aktuellen Urteil des Bundesfinanzhofs - und auch der Finanzverwaltung - der Jahres-Abopreis und der Rabatt vom Betrieb meist höher ausfallen und der geldwerte Vorteil die 44-Euro-Freigrenze regelmäßig überschreiten wird - schon beim 6-Monats-Ticket.

Die Richter des Bundesfinanzhofs begründen ihre Entscheidung damit, dass eine Einnahme dann schon als steuerlich zugeflossen gilt, wenn der Empfänger die wirtschaftliche Verfügungsmacht über die Geldeswert bestehenden Vorteilsrechte erlangt hat. Dies erfolgt bei einer Jahresnetzkarte mit Überlassung zur Nutzung, auch wenn sie für einen längeren Zeitraum als einen Monat gilt. Denn der Abgabepreis für die jeweiligen Nutzer ist in der Regel auf den Jahreszeitraum kalkuliert worden. Auch wenn der zu leistende Grundbeitrag von den JobTicket-Nutzern in monatlichen Raten gezahlt wird, stellt sich das nur als Zahlungsmodalität des zu Jahresbeginn feststehenden Betrages dar und der Zufluss ist mit Aushändigung der Jahreskarte erfolgt.

Hinweis:

Fahrtkostenzuschüsse, die der Arbeitgeber zu den Aufwendungen des Arbeitnehmers für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit öffentlichen Verkehrsmitteln leistet, sind zwar lohnsteuerpflichtig. Der Gesetzgeber bietet dem Arbeitgeber allerdings die Möglichkeit, die Lohnsteuer mit 15 Prozent pauschal zu erheben. Ein noch günstigeres Ergebnis ohne Abgaben für Belegschaft und Betrieb lässt sich jedoch durch die Inanspruchnahme der 44-Euro-Freigrenze erreichen. Hierzu ist es jedoch erforderlich, dass Arbeitgeber keinen Kostenersatz in Form von Geldleistungen an die Mitarbeiter gewährt, sondern die Fahrkarte selbst kauft, um sie anschließend dem Arbeitnehmer als geldwerter Vorteil zu überlassen.

Tipp:

Der geldwerte Vorteil bei Überlassung von Job-Tickets bestimmt sich nach dem Betrag, den der Arbeitgeber an den Verkehrsträger entrichtet. Eine ihm eingeräumte Tarifermäßigung - etwa als Großkunde für die gesamte Belegschaft - ist nicht lohnsteuerpflichtig, nur die Differenz zwischen dem vom Arbeitgeber zu zahlenden Betrag und der geringeren Zuzahlung der Belegschaft.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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