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Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Umweg durch die Innenstadt zur Vermeidung der Bahnschranke ist ungünstiger

Datum: 16.07.2013 | Rubrik: Fahrt zur Arbeit
Führt die kürzeste Straßenverbindung zum Job über einen beschrankten Bahnübergang, an dem die Wartezeit an der geschlossenen Schranke schwer vorherzusehen und einzuplanen ist, so ist eine um drei Kilometer längere Strecke offensichtlich verkehrsgünstiger, wenn die den beschränkten Bahnübergang umgeht, mein das Sächsische Finanzgericht in einem aktuellen Urteil (Az. 6 K 204/12). Benutzt der Berufspendler aber stattdessen eine um sieben Kilometer längere Strecke, die den Bahnübergang umgehend, die jedoch - anders als die kürzeste Strecke - mit Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h durch einen Innenstadtbereich führt, so ist diese gewählte Route nicht verkehrsgünstiger.

Grundsatz:

Für die Bestimmung der Entfernung im Rahmen der Entfernungspauschale ist nach dem Einkommensteuerrecht die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte maßgebend. Dabei kann eine andere als die kürzeste Straßenverbindung zugrunde gelegt werden, wenn
  • diese offensichtlich verkehrsgünstiger ist

  • diese vom Arbeitnehmer regelmäßig für Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeit

  • der Arbeitnehmer die regelmäßige Arbeitsstätte - trotz gelegentlicher Verkehrsstörungen - in der Regel schneller und pünktlicher erreicht

  • durch sie eine Zeitersparnis erzielt wird, wobei keine konkreten zeitlichen Vorgaben erfüllt sein müssen

  • der Arbeitnehmer ein öffentliches Verkehrsmittel (z.B. Bus) benutzt, dessen Linienführung direkt über die verkehrsgünstigere Straßenverbindung erfolgt
Das richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls und es gibt auch andere Umstände als eine Zeitersparnis wie etwa eine Fährverbindung mit langen Wartezeiten und witterungsbedingten Schwierigkeiten. Führen solche Umstände dazu, dass sich der Berufspendler auf die Strecke bei der Planung von Arbeitszeiten und Terminen nicht hinreichend verlassen kann, so wird dies berücksichtigt und aus diesem Grund kann eine Straßenverbindung auch dann verkehrsgünstiger sein, wenn sich dies aus den Besonderheiten der Streckenführung bei der kürzesten Straßenverbindung ergibt.

Die Umgehung der Bahnschranke - und dadurch gewählte längere Streckenführung - ist nicht als verkehrsgünstiger anzusehen, wenn es neben der kürzesten Verbindung und dem ausgesuchten Fahrweg noch eine dritte Verbindung gibt. Umgeht die den Bahnübergang und führt sie nicht durch die Innenstadt, ist diese Route nach den Umständen des Einzelfalls die offensichtlich verkehrsgünstigere Strecke. Diese kann aber nur für die Berechnung der Entfernungspauschale zugrunde gelegt, wenn der Berufstätige diese Straßenverbindung gerade nicht regelmäßig genutzt hat. Im Urteilsfall war das nicht so.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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