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Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Steuerschlupflöcher sind geschlossen

Datum: 08.07.2013 | Rubrik: Gesetzesänderung
Die Bundesregierung hatte einen großen Teil der Steuerrechtsänderungen bereits im letzten Jahr mit dem Jahressteuergesetz 2013 beschlossen. Nach dessen Scheitern im Bundesrat machte sie Anfang 2013 mit dem EU-Amtshilfe-Umsetzungsgesetz einen neuen Anlauf. Nachdem Bundestag und Bundesrat dem Kompromissvorschlag des Vermittlungsausschusses zum so genannten Jahressteuergesetz 2013 zugestimmt hatten, ist es im Wesentlichen am 30. Juni 2013 in Kraft getreten. Das ist der Tag nach der Verkündung des Gesetzes im Bundesgesetzblatt. Zahlreiche Elemente aus dem darin enthaltenen Jahressteuergesetz 2013 gelten allerdings - wie ursprünglich geplant - bereits für den gesamten Veranlagungszeitraum 2013.

Steuerschlupflöcher:

Drei bisher legale Steuerschlupflöcher werden eingedämmt. Diese Steuergestaltungsmodelle bescherten dem Staat jährlich Einnahmeverluste in schätzungsweise dreistelliger Millionenhöhe.
  • Das als "Goldfinger" bezeichnete Steuersparmodell wird ganz aus dem Einkommensteuergesetz gestrichen. Bei diesem Modell konnten Goldgeschäfte über Firmen nach ausländischem Recht genutzt werden. Damit konnte die Steuerbelastung bei hohen und höchsten Einkommen auf Null gerechnet werden.

  • Begrenzt wird die Möglichkeit für Immobilienunternehmen, durch Anteilstausch über so genannte RETT-Blocker die Grunderwerbsteuer zu vermeiden.

  • "Cash-GmbHs" ermöglichten es Erben bislang, große private Geldvermögen als Betriebsvermögen zu deklarieren und damit die Erbschaftsteuer drastisch zu reduzieren. Künftig darf eine solche GmbH nur noch 20 Prozent des privaten Vermögens enthalten.
Wehrsold:

Klarstellungen im Einkommensteuergesetz wurden in Folge der Wehrdienstreform vom Juli 2011 erforderlich. Steuerfrei bleiben:
  • der reine Wehrsold für den freiwilligen Wehrdienst - zurzeit etwa 280 bis 350 Euro monatlich und das Dienstgeld für Reservisten.

  • das Taschengeld für den Bundesfreiwilligendienst, den Jugendfreiwilligendienst und für die anderen zivilen Freiwilligendienste. Es beträgt beim Bundesfreiwilligendienst derzeit monatlich maximal 336 Euro.
Steuerpflichtig werden bei Dienstverhältnissen ab dem 1. Januar 2014 unter anderem: der Wehrdienstzuschlag, besondere Zuwendungen sowie unentgeltliche Unterkunft und Verpflegung.

Elektrodienstwagen:

Bei der Dienstwagenbesteuerung (Einkommensteuergesetz) wird der Nachteil des derzeit höheren Listenpreises von Elektro-, Elektrohybrid- und Brennstoffzellenfahrzeugen gegenüber Autos mit Verbrennungsmotor ausgeglichen. Dieser Nachteilausgleich wird rückwirkend zum 01.01.2013 gelten. Er ist Teil des "Regierungsprogramms Elektromobilität".

Lohnsteuer-Freibeträge:

Als Verfahrensvereinfachung für Arbeitnehmer erlaubt die Finanzverwaltung auf Antrag, die Geltungsdauer eines im Lohnsteuerabzugsverfahren zu berücksichtigenden Freibetrags künftig auf zwei Kalenderjahre zu verlängern. Ein jährlicher Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung beim Finanzamt ist damit entbehrlich.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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