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Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

... für 2012 längere Abgabefristen?

Datum: 17.01.2013 | Rubrik: Steuererklärung
Grundsätzlich müssen Steuerzahler ihre Einkommensteuererklärung für 2012 bis zum 31. Mai 2013 bei ihrem Wohnsitz- oder Betriebsstätten-Finanzamt eingereicht haben. Oft lässt sich diese Frist verlängern.
  • Auf Antrag wird Fristverlängerung bis Ende September 2013 gewährt, eine intensive Begründung fordern die Beamten hierbei nicht. Darüber hinaus gibt es nur in begründeten Einzelfällen noch einmal einen Aufschub.

  • Werden die Erklärungen von Steuerberater, Wirtschaftprüfer oder Lohnsteuerhilfeverein erstellen, verlängert sich die Frist automatisch auf Silvester 2013. In begründeten Einzelfällen wird die Frist sogar bis Ende Februar 2014 verlängert.

  • Wer freiwillig als Arbeitnehmer eine so genannte Antragsveranlagung durchführen darf, hat hierzu vier Jahre und damit bis Ende 2016 Zeit. Denn diese Berufsgruppe hat über die einbehaltene Lohnsteuer bereits ihre Abgaben geleistet. Grundsätzlich verlangt das Finanzamt von ihnen nur bei erwarteter Nachzahlung eine Erklärung - beispielsweise wenn Arbeitnehmer Nebeneinkünfte über 410 Euro haben, ein Jobwechsel stattgefunden hat oder Ehegatten das besondere Faktorverfahren bei der Steuerklassenwahl genutzt hatten.
Im Bundesland Hessen gab es bislang ein mehrjähriges Pilotprojekt, wonach sich die Steuererklärungsfristen jeweils um zwei weitere Monate verlängert hatten. Das war zum Beispiel bei Abgabe durch den Lohnsteuerhilfeverein bis zum 28./29. Februar des Zweitfolgejahres.

In diesem Zusammenhang hatten sich die Steuerabteilungsleiter des Bundes und der Länder am 12./13. November 2012 im Grundsatz auf ein neues bundeseinheitliches Fristenmodell verständigt. Nach Mitteilung der Steuerberaterkammer Hessen soll - erstmals beginnend mit der Abgabe der Steuererklärungen für das Jahr 2012 - das bisherige hessische Probevorhaben als Pilotprojekt im ganzen Land weiterentwickelt werden. Dabei ist insbesondere beabsichtigt, als spätesten Abgabetermin bundesweit den 28.2. für Steuererklärungen des vorvergangenen Jahres vorzusehen - statt Silvester des Vorjahres. Weitere Einzelheiten zu diesem neuen bundeseinheitlichen Fristenmodells sollen noch im Februar 2013 abschließend erörtert werden - ausreichend für die jetzt abstehenden Formulare.

Darüber hinaus wollen die Steuerabteilungsleiter die Regeln zur Festsetzung von Verspätungszuschlägen ändern. Wer die Steuererklärung nicht oder verspätet beim Finanzamt einreicht und auch den Antrag auf Verlängerung der Abgabe versäumt, muss nämlich mit einem Verspätungszuschlag rechnen. Der Verspätungszuschlag darf bis zu 10 Prozent der festgesetzten Steuer und bis zu 25.000 Euro betragen.

Hinweis:

Finanzämter werden aber weiterhin vorab auf Formulareinreichung pochen können. Beispiele:
  • Erwartung hoher Nachzahlungen

  • Im Vorjahr war es zu einer hohen Abschlusszahlung gekommen

  • Verluste bei Gesellschaften

  • Zuvor verspätet oder nicht abgegebene Steuererklärungen

  • Anpassung der nachträglichen Vorauszahlungen in den Vorjahren

  • Mangelnde Arbeitsbelastung der Finanzbeamten.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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