Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2013

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2013 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Fortbildung in einer Pseudowissenschaft gilt nicht

Datum: 01.07.2013 | Rubrik: Werbungskosten
Mit einem am 21. Juni 2013 veröffentlichten Urteil (Az.: 5 K 1261/12) hat sich das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz mit der Frage beschäftigt, ob Aufwendungen eines Bankbetriebswirts für die Fortbildung in „Psycho- und Pathophysiognomik“ als Werbungskosten zu berücksichtigen sind. Diese Wissenschaft ist der Versuch, von physiologischen Merkmalen wie Körperbau, Schädelform und Gesichtszügen auf die seelischen Eigenschaften eines Menschen zu schließen - insbesondere dessen Charakterzüge und sein Temperament.

Im Zugrunde liegenden Fall machte der verheiratete und bei einer Bank beschäftigte Angestellte in seiner Einkommensteuererklärung Kosten für die Fortbildung in „Psycho- und Pathophysiognomik“ in Höhe von rund 1.800 Euro als Werbungskosten geltend. Das waren u.a. Seminargebühren, Übernachtungs- sowie Fahrtkosten.

Zur Begründung seines Antrags auf Steuerrabatt führte er aus, er sei seit sechs Jahren für die Auswahl der Auszubildenden verantwortlich. Auf Veranlassung seines Arbeitgebers habe er bereits eine Ausbildung zum diplomierten systemischen Coach absolviert. Da ihm diese Kenntnisse überaus hilfreich gewesen seien, habe er sein psycho- und pathophysiognomisches Wissen später weiter vertieft. Auch diese Kosten habe sein Arbeitgeber teilweise übernommen. Der Besuch der Fortbildungskurse sei daher ebenfalls beruflich veranlasst und die entsprechenden Kosten bei der Steuer abzugsfähig.

Das beklagte Finanzamt vertrat die Auffassung, dass es sich bei der Psycho- und Pathophysiognomik um eine Pseudowissenschaft handle und dass die geltend gemachten Aufwendungen überwiegend privat veranlasst seien.

Die dagegen erhobene Klage wies das Finanzgericht als unbegründet ab. Das Gericht hielt die Auffassung des beklagten Finanzamtes für zutreffend, dass es sich bei den geltend gemachten Kosten um gemischte Aufwendungen handle, bei denen die private Veranlassung die berufliche Veranlassung deutlich überwiege.

Begründung des Urteils:

An der Grenzlinie zwischen Berufs- und Privatsphäre - so das Finanzgericht Rheinland-Pfalz - bestehe für den Steuerpflichtige ein Anreiz, Privataufwendungen als beruflich veranlasst darzustellen, um so den Abzug dieser Aufwendungen zu erreichen. Eine überwiegende berufliche Bedeutung der Seminare, die auch von der Ehefrau des Bankangestellten besucht worden seien, habe er nicht nachweisen können. Er habe die Veranstaltungen vor allem aus privaten Gründen besucht.

Die Revision wurde nicht zugelassen, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 231 | Seite: 116 von 231
« zurück 113 114 115 116 117 118 119 » weiter
Fr., 24. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

...PC-Programme nie die individuelle und steuerliche Beratung ersetzen können!
 

Social Bookmarks