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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Ebay-Verkäufer müssen zahlen...

Datum: 04.06.2012 | Rubrik: Umsatzsteuer
Der dauerhafte Verkauf von Gebrauchtwaren auf der Internetplattform Ebay kann eine unternehmerische Tätigkeit darstellen und eine Unternehmereigenschaft begründen, für die Umsatzsteuer gezahlt werden muss. Das gilt einem aktuellen Urteil zufolge auch für Privatleute sogar dann schon, wenn sie diese Gegenstände des alltäglichen Verbrauchs ursprünglich zum eigenen Gebrauch angeschafft haben. Dieser Tenor geht aus einem am 16. Mai 2012 veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) in München hervor (Az. V R 2/11). Hierbei hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass beim Verkauf einer Vielzahl von Gebrauchsgegenständen über mehrere Jahre über die Internet-Plattform "ebay" eine nachhaltige, unternehmerische und damit umsatzsteuerpflichtige Tätigkeit vorliegen kann.

Hierbei ging es um eine aus einem Ehepaar bestehende Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die veräußerte über "ebay" Gegenstände unterschiedlicher Produktgruppen (u.a. Briefmarken, Puppen, Modelleisenbahnen, Kunstgewerbe, Schreibgeräte, Porzellan, Software, Fotoartikel, Teppiche) sowie Gegenstände, die sich keiner gesonderten Produktgruppe zuordnen ließen. Hieraus erzielte sie im Jahr durchschnittlich 25.000 Euro aus bis zu 350 Verkäufen im Jahr. Das Finanzamt behandelte die Verkäufe als nachhaltige und somit unternehmerische Tätigkeit. Nachfolgend landete diese Streitfrage beim BFH, inwieweit Online-Verkäufer ihren privat erzielten Gewinn mit dem Fiskus teilen müssen.

Die grundsätzliche Frage, ob es sich bei derartigen Verkäufen über ebay oder andere Web-Anbieter um eine unternehmerische Tätigkeit handeln kann, bejahte der BFH. Er hat dabei seine bisherige Rechtsprechung fortgeführt, wonach die Nachhaltigkeit einer Tätigkeit nach dem Gesamtbild der Verhältnisse zu beurteilen ist, wobei eine Reihe verschiedener, nicht abschließend festgelegter Kriterien zu würdigen ist. Die Würdigung, wonach die vorliegende Verkaufstätigkeit nachhaltig ist, sei möglich und ist daher nicht zu beanstanden. Eine Zurückverweisung der Rechtssache an die Vorinstanz zur erneuten Entscheidung war jedoch erforderlich, weil die Feststellungen nicht ausreichten, ob bei einigen Veräußerungen die Anwendung des ermäßigten Steuersatzes von 7 statt 19 Prozent in Betracht kommt.

Hinweis: Bei der laufenden Veräußerung von Gegenständen in erheblichem Umfang liegt keine nur private Vermögensverwaltung vor, wenn der Verkäufer aktive Schritte zum Vertrieb der Gegenstände unternimmt, indem er sich ähnlicher Mittel bedient wie ein Händler im Sinne der Mehrwertsteuer-Richtline. Denkbare Kriterien für eine solche zur Umsatzsteuerpflicht führenden Nachhaltigkeit sind nach dem BFH unter Verweis auf das EU-Recht
  • Dauer, Planmäßigkeit und Intensität des Tätigwerdens,

  • Höhe der Entgelte,

  • Beteiligung am Markt,

  • Zahl der ausgeführten Umsätze sowie

  • Unterhalten eines Geschäftslokals.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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