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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Umsatzsteuersatz lässt sich trennen...

Datum: 11.05.2012 | Rubrik: Partyservice
Bei der Abgabe von Speisen ist grundsätzlich danach zu unterscheiden, ob ein Umsatz mit Lebensmitteln zum Mitnehmen ohne Dienstleistungen (7 Prozent Umsatzsteuer) oder zum sofortigen Verzehr an Ort und Stelle vorliegt (19 Prozent Umsatzsteuer). Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte jüngst in vier Urteilen (C-497/09, C-499/09, C-501/09, C-502/09) entschieden, dass die Abgabe von Speisen an Imbissständen oder in Kinofoyers zum sofortigen Verzehr in der Regel eine Lieferung von Gegenständen darstellt und es sich in diesen Fällen um zubereitete Mahlzeiten handelt, die als Nahrungsmittel dem ermäßigten Tarif. Das umfasst auch Speisen, die durch Kochen, Braten, Backen oder auf sonstige Weise zum sofortigen Verzehr zubereitet worden sind, da sie der Ernährung der Verbraucher dienen.

19 Prozent Umsatzsteuer fallen hingegen bei einer sonstigen Leistung an, wenn das Dienstleistungselement im Vergleich zur reinen Speisenabgabe qualitativ überwiegt und über das hinausgeht, was notwendigerweise mit der üblichen Vermarktung der Speisen verbunden ist. Das betrifft beispielsweise den Unternehmer, der die Speisen serviert und dabei Bedienungs- oder Kochpersonal einsetzt. Klassischer Fall sind auch die Leistungen eines Partyservice, weil der neben der zeitgerechten Anlieferung der Speisen in verschlossenen Warmhalteschalen auch noch Geschirr, Besteck und Mobiliar bereitstellt und es anschließend reinigt.

Um den vollen Steuersatz auf alles zu vermeiden, gibt es aber eine elegante Lösung. Betreibt der Partyservice die Lieferung der Speisen und die Gestellung von Besteck jeweils in zwei eigenständigen Unternehmen, kann er seine Leistungen splitten. Darin liegt nach dem Urteil vom Finanzgericht Rheinland-Pfalz kein Gestaltungsmissbrauch, weil die Aufteilung einer an sich einheitlichen Leistung eine zulässige Form der steuerlichen Gestaltung für Unternehmer ist. Mit diesem Modell können sich Firmen zumindest teilweise den ermäßigten Tarif retten und netto mehr in der betrieblichen Kasse behalten.

Sie müssen aber strikt aufteilen, nach außen hin als zwei selbstständige Unternehmen auftreten, getrennte Rechnungen an die Kunden ausstellen und dies anschließend in der Buchführung fortsetzen.

Diese Mühe bedarf es allerdings nicht, wenn Partyservice nur Speisezubereitung und die warme Anlieferung auf Termin anbietet. Dann darf nach dem Urteil des EuGH eine Gesamtleistung noch komplett dem ermäßigten Steuersatz unterworfen werden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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