Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Keine Berücksichtigung einer Abenteuer-Reise...

Datum: 08.05.2012 | Rubrik: Werbungskosten
Aufwendungen eines bei einer Zeitung angestellten Sportredakteurs für eine vierwöchige Survival-Reise im Ausland sind aufgrund der weitaus überwiegend privaten Veranlassung insgesamt nicht als Werbungskosten abziehbar. Nach dem Urteil vom Sächsischem Finanzgericht gilt dies auch dann, wenn er im Zusammenhang mit einer angestrebten Auslandstätigkeit für seinen Arbeitgeber eine Initiativberichterstattung als Nachweis seiner Beherrschung auch dieses journalistischen Genres gefertigt hat (Az. 8 K 72/10).

Im Urteilsfall hatte der Sportjournalist 6.000 Euro für eine Abenteuerreise während seines Erholungsurlaubs aufgewendet. Darin enthalten war eine mehrtägige Kanufahrt unter weitere Abenteuer in der Wildnis. Er fertigte eine Reportage für seinen Presse-Arbeitgeber, der ihm die Aufwendungen für die Durchführung der Reise jedoch nicht erstattete und für die Reportage keine gesonderte Vergütung zahlte. Der Sportredakteur machte den Aufwand beim Finanzamt mit der Begründung geltend, er wollte die Reportage zum Nachweis seiner Beherrschung auch anderer journalistischer Genre fertigen und zugleich Auslandserfahrung sammeln. Er erhoffte sich dadurch bessere Chancen bei Bewerbungen auf Auslandsstellen. Finanzamt und -gericht hielten die Reise jedoch für im Wesentlichen privat motiviert und genehmigten keinen Steuerabzug.

Zar hat der Bundesfinanzhof jetzt entschieden, dass sich Reisekosten in einen privaten und beruflichen Bereich aufteilen lassen, auch wenn einer Reise kein unmittelbarer beruflicher Anlass zugrunde liegt (Az. GrS 1/06 und VI R 12/10) Dabei kommt als Aufteilungsmaßstab regelmäßig der Zeitanteil in Betracht. Doch wenn die beruflichen und privaten Bereiche so ineinander greifen, dass eine Trennung nicht mehr möglich ist, weil es an objektiven Aufteilungskriterien mangelt, scheidet ein Abzug der Ausgaben weiterhin insgesamt bei den Werbungskosten aus.

Nach Ansicht der Richter spricht bereits gegen den beruflichen Hintergrund, dass der angestellte Redakteur für die Reise seinen eigenen Erholungsurlaub aufwenden musste und der Arbeitgeber auch keinerlei Erstattungen der Auslagen vornahm. Vor allem störte das Gericht, dass die Fertigung solcher Reisereportagen in der Ferne mit Abenteuercharakter gerade nicht zum konkreten beruflichen Tätigkeitsfeld eines Sportberichterstatters gehört. Möglich wäre jedoch die Einordnung, dass es sich steuerlich um vergeblichen Bewerbungsaufwand im Sinne einer Arbeitsprobe handelt. Diese Sichtweise käme aber nur zum Tragen, wenn der Angestellte konkreten Bewerbungen auf Stellen im Reportagebereich oder im Auslandsressort als Qualifikationsnachweis benötigt. Sofern dies nicht gegeben ist, kann eine Abenteuertour durch die Wildnis kaum förderlich für die berufliche Tätigkeit und Fortentwicklung sein. Dann ist die Reise eher mit einer anspruchsvollen Freizeit- und Urlaubsgestaltung von hohem touristischem Wert vergleichbar und führt zu Lebenshaltungskosten, so die Richter resümierend.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 82 von 234
« zurück 79 80 81 82 83 84 85 » weiter
Fr., 24. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... das Statistische Bundesamt nachgerechnet hat? Im Schnitt erstattet das Finanzamt für jede Steuererklärung 823 Euro.
 

Social Bookmarks