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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Wann Exmatrikulation und Berufsaufnahme unschädlich sind...

Datum: 16.04.2012 | Rubrik: Kinder
Für Sohn oder Tochter über 18 erhalten Eltern bis zum 25. Lebensjahr Kindergeld, steuerliche Förderung sowie Riester-Zulage auf einen Sparvertrag von Vater oder Mutter, wenn sie für einen Beruf ausgebildet werden und diese Maßnahme tatsächlich durchführen. Der Bundesfinanzhof FH hat jetzt praxisrelevante Grundsätze zu der Frage aufgestellt, inwieweit der volljährige Sprössling in der Zeit zwischen seiner Exmatrikulation und der letzten Prüfung noch für einen Beruf ausgebildet wird und damit bei den Eltern berücksichtigt werden kann (Az. III B 191/10). Nachfolgend im Überblick wichtige Kriterien beispielsweise für Eltern mit studierenden Kindern:
  • Schließt die Berufsausbildung mit einer Prüfung ab, so ist das Berufsziel erst mit dem Bestehen der Prüfung, spätestens mit der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses erreicht. Ein Universitätsstudium endet daher regelmäßig mit der Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses, frühestens mit der letzten Prüfungshandlung, außer wenn es vorher abgebrochen oder nicht mehr ernsthaft weiter betrieben wird.

  • Eine Vollzeiterwerbstätigkeit schließt die Berücksichtigung als Kind in der Berufsausbildung oder in einer Warte- oder Übergangszeit nicht aus.

  • Eine Ausbildung erfordert keine organisatorische Eingliederung in eine Ausbildungsinstitution. Das gilt beispielsweise bei der Vorbereitung auf ein Abitur für Nichtschüler oder bei der Vorbereitung auf eine Wiederholungsprüfung nach Beendigung des Ausbildungsverhältnisses ohne Berufsschulbesuch. Die Exmatrikulation eines Studenten kann daher nicht zwingend als Beendigung der Ausbildung angesehen werden, betonten die Richter.

  • Wenn sich ein Kind ohne regelmäßigen Besuch einer Ausbildungsstätte selbständig auf Prüfungen vorbereitet, sind an die Ernsthaftigkeit der Vorbereitung und deren Nachweis strenge Anforderungen zu stellen. Bei bestandenen Prüfungen kann aber in der Regel unterstellt werden, dass sich das Kind ernsthaft und nachhaltig vorbereitet hat.

  • Einkünfte und Bezüge des Kindes bleiben außer Ansatz, die auf Monate entfallen, in denen die Voraussetzungen einer Berücksichtigung an keinem Tag vorliegen. Insoweit ermäßigt sich der Jahresgrenzbetrag von derzeit 8.004 Euro.

  • Darüber hinaus bleiben Einkünfte und Bezüge außer Ansatz, soweit sie auf den Teil eines Kalendermonats entfallen, in dem das Kind noch nicht oder nicht mehr zu berücksichtigen ist. Befindet sich ein Kind nach seiner Exmatrikulation weiter in der Berufsausbildung, so sind daher auch die in diesem Zeitraum erzielten Einkünfte anzusetzen.

  • Eltern haben Anspruch auf Kindergeld auch für vollzeitbeschäftigte Kinder, die die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen und deren Einkünfte und Bezüge den (anteiligen) Jahresgrenzbetrag nicht übersteigen. Insoweit ist es irrelevant, ob es in den Monaten seiner Vollzeiterwerbstätigkeit an einer verminderten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Eltern fehlt, die eine Entlastung durch Kindergeld rechtfertigt.

  • Eine Berücksichtigung als Kind entfällt, wenn die Einkünfte und Bezüge den Grenzbetrag auch nur um einen Euro im Jahr überschreiten. Dieses Fallbeilprinzip stellt keinen Verfassungsverstoß dar.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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