Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Zumutbarer Eigenanteil mindert das Abzugspotential...

Datum: 03.04.2012 | Rubrik: Außergewöhnliche Belastung
Erwachsen einem Steuerzahler zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Bürger gleicher Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie beim gleichen Familienstand, wird auf Antrag die Einkommensteuer dadurch ermäßigt, dass der Teil, der die zumutbare Eigenbelastung übersteigt, bei der Einkommensteuer abgezogen wird. Aufwendungen sind zwangsläufig, wenn sich ihnen jemand aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann und soweit sie den Umständen nach notwendig sind und einen angemessenen Betrag nicht übersteigen. Aus dem Anwendungsbereich der außergewöhnlichen Belastungen ausgeschlossen sind hingegen die üblichen Aufwendungen der Lebensführung, weil die in Höhe des Existenzminimums durch den Grundfreibetrag abgegolten werden.

Außergewöhnliche Belastungen sind nur insoweit von der Steuer absetzbar, als sie die zumutbare Eigenbelastung übersteigen. Dies berücksichtigt, dass Bürgern ein gewisser Eigenanteil entsprechend ihrer steuerlichen Leistungsfähigkeit zugemutet werden kann. Maßstab hierfür ist der Gesamtbetrag der Einkünfte. Hieraus errechnet sich die Höhe der zumutbaren Belastung - nach einem bestimmten Prozentsatz. Der ist gestaffelt nach der Höhe des Einkommens, dem Familienstand und der Zahl der Kinder.

Nach dem am 21.März 2012 veröffentlichten rechtskräftigen Urteil vom Finanzgericht Niedersachsen (Az. 2 K 19/11) darf diese mindernde zumutbare Belastung auch bei Krankheitskosten sein. Die Regelung ist auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Abzugsfähigkeit von Krankenversicherungsbeiträgen aus dem Jahre 2008 noch verfassungsgemäß und außergewöhnliche Belastungen können daher nur insoweit abgezogen werden, als sie die zumutbare Belastung übersteigen. Aus der Entscheidung aus Karlsruhe zur Abzugsfähigkeit der Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung ergibt sich gerade nicht, dass Krankheitskosten generell ohne Abzug einer zumutbaren Belastung abgezogen werden müssten, betonten die Richter aus Niedersachsen.

Das Bundesverfassungsgericht stellt bei Aufwendungen für die Kranken- und Pflegeversorgung für die Steuerfreiheit des Existenzminimums ausdrücklich auf das Niveau der Sozialhilfe ab. Von der dem sozialhilferechtlichen Niveau entsprechenden Versicherung nicht abgedeckte Krankheitskosten werden jedoch von der Sozialhilfe nicht zusätzlich umfasst, so dass sie nicht unter die gebotene Freistellung des Existenzminimums fallen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 63 von 234
« zurück 60 61 62 63 64 65 66 » weiter
Do., 23. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... das Statistische Bundesamt nachgerechnet hat? Im Schnitt erstattet das Finanzamt für jede Steuererklärung 823 Euro.
 

Social Bookmarks