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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Mehr Betriebsausgaben auf die Fahrten zur Firma...

Datum: 11.01.2012 | Rubrik: Dienstwagen
Pendeln Arbeitnehmer mit dem vom Arbeitgeber unentgeltlich überlassenen Firmenwagen von der eigenen Wohnung ins Büro, gilt dies als geldwerter Vorteil. Die monatliche Lohnsteuer ermittelt die Firma pauschal mit 0,03 Prozent vom Bruttolistenpreis inklusive Zusatzausstattung pro Entfernungskilometer. Das muss aber jetzt nicht mehr sein. Denn nach der jüngst vom Bundesfinanzhof massiv geänderten Rechtsprechung (Az. VI R 55/10) kann ein Arbeitnehmer nur maximal noch eine regelmäßige Arbeitsstätte haben und die Fahrten an andere Orte bei verschiedenen Einsatzgebeiten muss nicht mehr die Entfernungspauschale angesetzt werden. Diese Strecken lassen sich nämlich nach Dienstreisegrundsätzen besser absetzen, was zum erhöhten Werbungskostenabzug führt.

Mit dem am nach zwei gestern vom Bundesfinanzhof veröffentlichen Grundsatzurteilen veröffentlichten Urteil erhöht das Finanzgericht Baden-Württemberg die steuerliche Abzugsfähigkeit von Fahrtkosten auch bei Selbstständigen, also für Gewerbetreibende, Landwirte oder Freiberufler (Az.: 3 K 1849/09). Hierbei hat das Finanzgericht entschieden, dass ein selbständiger Dozent nur eine Betriebsstätte haben kann. Er ist selbständiger Personalberater und daneben als Dozent und Prüfer in verschiedenen Hochschulen tätig.

Das Finanzamt wertete die Fahrten zwischen dem Büro des Dozenten, das sich unter seiner Wohnung im selben Haus befindet und in dem er die Personalberatertätigkeit ausübt, und den jeweiligen Hochschulen jeweils als Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte und nicht als unbeschränkt abzugsfähige Reisekosten. Auch angestellte Lehrkräfte könnten ihre Aufwendungen für Fahrten vom häuslichen Arbeitszimmer zur Schulungsstätte nicht unbegrenzt absetzen, sondern nur in begrenzter Höhe.

Das Finanzgericht gab der Klage des Selbstständigen Rechts und ließ die Aufwendungen als Reisekosten in unbegrenztem Umfang zum Abzug zu. Im Lichte der Rechtsprechungsänderung des Bundesfinanzhofs in seinem Urteil vom 9.6.2011, wonach Arbeitnehmer nur eine regelmäßige Arbeitsstätte haben können, kann auch ein selbständig Tätiger nur eine Betriebsstätte haben. Verfassungsrechtlich sei eine Gleichbehandlung von Arbeitnehmern und den übrigen Steuerpflichtigen geboten. Bei den Fahrten des Dozenten zu den verschiedenen Hochschulen handele es sich daher nicht um Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte gemäß § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 6 Einkommensteuergesetz (Abzug mit der Pendlerpauschale). Betriebsstätte in diesem Sinne ist nur ein Ort, an dem sich der ortsgebundene Mittelpunkt der betrieblichen Tätigkeit des Gewerbetreibenden, Landwirts oder Selbständigen befindet.

Hinweis: Das Finanzgericht hat in seinem Urteil die Revision zugelassen. Das Finanzamt hat inzwischen Revision eingelegt (Az. des Bundesfinanzhofs VIII R 47/11).
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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