Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Keine Steuerermäßigung bei Sanierung wegen Asbest...

Datum: 28.03.2012 | Rubrik: Außergewöhnliche Belastung
Stellt sich im Nachhinein heraus, dass das gekaufte, selbst gebaute oder als Fertighaus erworbene Gebäude mit asbesthaltigen Faserzementplatten verkleidet ist und dahinter Zwischenwände mit Formaldehyd liegen, so können die Kosten für die Beseitigung dieses Schadens nicht als außergewöhnliche Belastung steuermindernd geltend gemacht werden. Zwar sind Krankheitskosten grundsätzlich steuerlich absetzbar. Doch nach dem Urteil vom Finanzgericht Niedersachsen gilt dies nicht für die Fassadensanierung des Eigenheims. Denn bei Aufwendungen zur Sanierung von Gegenständen wie einer Immobilie, von denen eine konkrete Gefahr für die Gesundheit von Menschen ausgeht, handelt es sich nicht um Maßnahmen zur Heilung von Krankheiten oder zumindest zu deren Linderung, betonten die Richter.

Zudem ist eine Hausbeschädigung durch Asbestbelastung kein unabwendbares Ereignis wie Brand, Erdbeben oder Hochwasser und darüber hinaus die Anschaffung von schadstoffbelasteten Grundstücken kein plötzlich von außen kommendes, willentlich nicht beeinflussbares Ereignis. Da spielt es keine Rolle, dass schon allein wegen der allgemein bekannten Schädlichkeit von Asbestfasern eine abstrakte Gesundheitsgefährdung anzunehmen ist. Vielmehr müssen mindestens konkret zu befürchtende Gesundheitsschäden vorliegen, die eine sofortige Sanierung unerlässlich macht. Ansonsten sind die Baumaßnahmen als eine steuerlich nicht zu berücksichtigende Gesundheitsvorsorge zu beurteilen. Hierbei geht es nämlich allenfalls darum, möglicherweise später drohende Gesundheitsgefahren vorzeitig zu vermeiden.

Betroffene Hauseigentümer müssen eine derartige konkrete Gesundheitsgefährdung daher durch ein von einer zuständigen amtlichen technischen Stelle erstelltes Gutachten nachweisen. Der Bundesfinanzhof hatte zwar im November 2010 (Az. VI R 17/09) entschieden, dass für den Nachweis von Krankheitskosten nicht mehr zwingend ein vor Beginn der Behandlung eingeholtes amts- oder vertrauensärztliches Gutachten eingeholt werden muss. Trotzt dieser Erleichterung bleibt der Steuerzahler aber weiterhin verpflichtet, die medizinische Indikation der getätigten Aufwendungen nachzuweisen. Dabei trägt er das unkalkulierbare Risiko, dass ein Sachverständiger im Nachhinein die medizinische Indikation möglicherweise nicht mehr verlässlich feststellen kann. Dieser Gefahr kann er entgehen, wenn er vor Beginn der Maßnahme auf eigene Initiative ein Attest einholt.

Bei Asbestbelastung müssen die Hausbesitzer also durch Attest nachweisen, dass die Sanierung ihrer Immobilie zur Beseitigung einer konkreten Gesundheitsgefährdung infolge der Freisetzung eines Schadstoffs in das Innere des Hauses unverzüglich erforderlich ist und möglicherweise sogar bereits hierdurch verursachte Krankheiten vorliegen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 59 von 234
« zurück 56 57 58 59 60 61 62 » weiter
Di., 21. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

...PC-Programme nie die individuelle und steuerliche Beratung ersetzen können!
 

Social Bookmarks