Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Europäischer Rechnungshof macht Vorschläge...

Datum: 21.03.2012 | Rubrik: Steuerhinterziehung
Der Europäische Rechnungshof (EuRH) hat jetzt einen Sonderbericht zur Mehrwertsteuerhinterziehung hinsichtlich der Einfuhr von außerhalb der EU eingeführter Waren in einen anderen Mitgliedstaat veröffentlicht. Dabei ist er der Frage nachgegangen, ob sich Hinterziehung durch die Kontrolle des Zollverfahrens 42 verhindern und aufdecken lässt.

Dieses Zollverfahren 42 ist ein Mechanismus, dessen sich ein Unternehmer bei EU-Einfuhr bedient, um eine Mehrwertsteuer-Befreiung zu erlangen. Das Verfahren kommt zur Anwendung, wenn von außerhalb der EU in einen Mitgliedstaat eingeführte Waren in einen anderen Mitgliedstaat befördert werden. In derartigen Fällen wird die Umsatzsteuer im Bestimmungsmitgliedstaat geschuldet. Dabei besteht das Risiko, dass die Einfuhrwaren ohne Entrichtung der Mehrwertsteuer im Einfuhrmitgliedstaat verbleiben oder im Bestimmungsmitgliedstaat ohne dortige Veranlagung durch den Fiskus konsumiert werden.

Im Zuge dieser Wirtschaftlichkeitsprüfung untersuchte der EuRH, ob für die Bekämpfung der MwSt-Hinterziehung im Rahmen des Zollverfahrens 42 ein solider Rechtsrahmen besteht. Anhand eines Kontrollmodells überprüfte er, ob diese Befreiung in den sieben geprüften Einfuhrmitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Spanien, Frankreich, Österreich, Slowenien und Schweden) ordnungsgemäß angewandt wird. Außerdem ersuchte der EuRH die 21 Bestimmungsmitgliedstaaten der in der Stichprobe erfassten Waren zu ermitteln, ob Veranlagung tatsächlich stattgefunden hat.

Der EuRH stellte dabei fest, dass die Anwendung des Zollverfahrens 42 zu erheblichen Einnahmeausfällen zulasten der nationalen Haushalte geführt hat. Der anhand der Ergebnisse seiner Stichprobenprüfungen hochgerechnete Betrag der im Jahr entstandenen Mindereinnahmen beläuft sich auf rund 2,2 Milliarden Euro. Dies entspricht 29 Prozent der Umsatzsteuer, die theoretisch auf die Bemessungsgrundlage sämtlicher Einfuhren anwendbar gewesen wäre, die in den sieben geprüften Mitgliedstaaten bewirkt wurden. Von den im Jahr entstandenen Mindereinnahmen entfielen 1,8 Milliarden Euro auf die sieben geprüften Einfuhrmitgliedstaaten und 400 Millionen Euro auf die 21 Bestimmungsmitgliedstaaten der in der Stichprobe erfassten Einfuhrwaren.

Die EU-Kommission hat einige Vorschläge zur Verbesserung des Rechtsrahmens vorgelegt, die allerdings weiterer Verbesserungen bedürfen. Durch den Rechtsrahmen ist die einheitliche Anwendung dieser Steuerbefreiung durch die Zollbehörden nicht gewährleistet und mit ihm wird auch nicht sichergestellt, dass die Informationen zu diesen umsatzsteuerrelevanten Vorgängen stets den Steuerbehörden zur Verfügung gestellt werden. Alle diese Schwachstellen können von Betrügern ausgenutzt werden.

Der Rechnungshof fand die Kontrolltätigkeit in den Mitgliedstaaten ebenfalls für unzulänglich. Die prüfen nicht, ob die Voraussetzungen für die Befreiung erfüllt sind. Den Steuerbehörden werden wesentliche Informationen nicht zur Verfügung gestellt. Außerdem nutzen sie die ihnen zur Verfügung stehenden Informationen nicht zur Aufdeckung und Verhinderung von Hinterziehung. Der EuRH empfiehlt der Kommission, die Durchführungsvorschriften dahin gehend zu ändern, dass zu jeder beabsichtigten Beförderung die vollständigen Steuerdaten in einheitlicher Form zu übermitteln sind und der Einführer für Steuerausfälle haftbar zu machen ist, wenn er keine Meldung vorlegt.

Zudem ist darauf hinzuwirken, dass die Daten in den elektronischen Zollabfertigungssystemen der Mitgliedstaaten automatisch überprüft werden und hierzu ein gemeinsames EU-Risikoprofil für diese Einfuhren eingerichtet wird. Außerdem sind die Rechtsvorschriften dahin gehend zu ändern, dass der Austausch der Informationen verbessert wird.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 54 von 234
« zurück 51 52 53 54 55 56 57 » weiter
Do., 23. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... wir Einsprüche für unsere Mitglieder kostenlos beim Finanzamt einlegen und vieles mehr...
 

Social Bookmarks