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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Steuerschulden aus dem Todesjahr zählen nicht...

Datum: 02.03.2012 | Rubrik: Nachlass
Grundsätzlich sind von dem steuerpflichtigen Erwerb anlässlich eines Todesfalls folgende drei verschiedene Arten von Schulden als so genannte Nachlassverbindlichkeiten mindernd abzugsfähig:
  • Die vom Erblasser herrührenden Schulden, soweit sie nicht mit einem zum Erwerb gehörenden Gewerbebetrieb oder einem Betrieb der Land- und Forstwirtschaft in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. Denn dann sind die Schulden bereits in die Bewertung des Betriebsvermögens mindernd eingeflossen.

  • Verbindlichkeiten aus vom Verstorbenen angeordneten Vermächtnissen und Auflagen sowie aus geltend gemachten Pflichtteilen und Erbersatzansprüchen.

  • Kosten der Bestattung des Erblassers, die Kosten für ein angemessenes Grabdenkmal, die Kosten für die übliche Grabpflege mit ihrem Kapitalwert für eine unbestimmte Dauer sowie die Kosten, die dem Erwerber unmittelbar im Zusammenhang mit der Abwicklung, Regelung oder Verteilung des Nachlasses oder mit der Erlangung des Erwerbs entstehen.
Für diesen Aufwand wird insgesamt ein Betrag von 10 300 Euro ohne Nachweis abgezogen. Der Pauschbetrag bezieht sich auf den gesamten Erbfall und kann demzufolge auch von mehreren Beteiligten insgesamt nur einmal in Anspruch genommen werden. Sofern der Aufwand höher ausfällt, ist das dem Finanzamt nachzuweisen. Abzugsfähig als Nachlassverbindlichkeit sind auch die vom Verstorbenen hinterlassenen Steuerschulden. Das gilt nach drei Urteilen vom Finanzgericht Niedersachsen aber nicht mehr bei der Einkommensteuer für das Kalenderjahr, in dem der Erblasser verstirbt (3 K 332/10, 3 K 220/10, und 3 K 476/10). Denn dieser Schuldposten ist zum maßgeblichen Stichtag (Todestag noch nicht entstanden. Denn die Einkommensteuer entsteht erst mit Ablauf des Veranlagungszeitraums. Zwar endet die persönliche Steuerpflicht mit dem Tode, so dass die Einkünfte nur für den Zeitraum bis zum Ableben zu ermitteln sind. Veranlagungszeitraum bleibt jedoch weiterhin das gesamte Kalenderjahr, betonten die Richter. Hintergrund hierfür ist die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, wonach den Abzug von Steuerschulden als Nachlassverbindlichkeiten deren rechtlicher Bestand im Zeitpunkt der Entstehung der Erbschaftsteuer, also bei Eintritt des Erbfalls voraussetzt. Berücksichtigt werden können daher nur solche Verbindlichkeiten, die zum Todestag des Erblassers bereits bestehen. Der Erbe übernimmt den Nachlass im vorhandenen Zustand, was die Berücksichtigung von künftigen Belastungen ausschließt.

Hinweis: Das Abstellen auf die Vollendung des Kalenderjahres als Entstehungszeitpunkt der Einkommensteuer wirkt sich nicht einseitig negativ für die Erben aus. Denn sofern der Erblasser mit hohen Einkommensteuervorauszahlungen sein der Erbschaftsteuer unterliegendes Vermögen zu Lebzeiten gemindert hatte, fließt der spätere Erstattungsanspruch im Zeitpunkt seines Todes auch noch nicht als Forderung in den steuerpflichtigen Erwerb ein.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Fr., 24. November 2017

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