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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Kein Kilometergeld für bei offensichtlich unzutreffender Besteuerung...

Datum: 29.02.2012 | Rubrik: Dienstreisen
Bei Dienstreisen und sonstigen Auswärtstätigkeiten wird grundsätzlich ein Pauschbetrag von 0,30 Euro je gefahrenem Kilometer statt der Pendlerpauschale für die einfache Entfernung abgezogen (9.5 Absatz 1 Satz 5 der Lohnsteuer-Richtlinien). Ein Abzug der pauschalen Kraftfahrzeugkosten als Werbungskosten kommt allerdings ach dem Urteil vom Finanzgericht Sachsen nicht in Betracht, wenn die Pauschale die tatsächlich angefallenen beruflichen Belastungen übersteigt und auch die Kostenerstattung des Arbeitgebers bereits die tatsächlichen Kosten überstiegen hat. Der Ansatz der Pauschale führt in einem solchen Fall zu einer offensichtlich unzutreffenden Besteuerung (Urteil vom 23.1.2012, 6 K 2097/08).

Der konkrete Urteilsfall: Ein Außendienstmitarbeiter absolvierte seine beruflichen Fahrten mit dem privaten Pkw und dafür erhielt er von seinem Arbeitgeber steuerfreien Kostenersatz. Insgesamt legte der Arbeitnehmer im Jahr 51.000 km zurück, wovon 42.000 km auf berufliche Fahrten entfielen. Die tatsächlich angefallenen Kfz-Kosten beliefen sich auf insgesamt 10.700 Euro jährlich und die Erstattung des Arbeitgebers lag bei 9.200 Euro. Er machte durch Ansatz des Pauschbetrages weitere 3.300 Euro als Werbungskosten beim Finanzamt geltend. Dies kommt aber nicht in Betracht. Der Bundesfinanzhof (BFH) macht die Anwendung des Pauschbetrages von 0,30 Euro je gefahrenen Kilometer nämlich - ähnlich wie die Finanzverwaltung - generell davon abhängig, dass hierdurch nach den konkreten Umständen des Einzelfalls keine offensichtlich unzutreffende Besteuerung bewirkt wird. Nach diesem Grundsatz kann der Außendienstmitarbeiter keinen weiteren Kostenabzug beanspruchen. Seine beruflichen Fahrten entsprechen 82 Prozent der Gesamtfahrleistung des Fahrzeuges, was beruflich veranlassten Aufwendungen von 8.775 Euro ergibt. Liegt die Erstattung des Arbeitgebers bereits um 442 Euro über diesen tatsächlich angefallenen Kfz-Kosten, ergibt sich schon hieraus eine unzutreffende Besteuerung. Denn sein Einnahmen-Überschuss bleibt unversteuert und die Differenz würde sich durch einen weiteren Abzug sogar noch erhöhen. Steuerpflichtige haben keinen Anspruch darauf, dass der Ansatz des Kilometerpauschbetrages bis zu einer gravierenden Abweichung zum tatsächlichen Aufwand unbeanstandet bleibt. Aus der bisherigen Rechtsprechung kann kein allgemeiner Grundsatz abgeleitet werden. Der BFH hat vielmehr darauf hingewiesen, dass der Vorbehalt der offensichtlich unzutreffenden Besteuerung nach den Gegebenheiten des jeweiligen Einzelfalls zu beurteilen ist und ausgehend hiervon kann es auch für die prozentuale Abweichung zwischen den tatsächlich entstandenen Kosten und dem pauschalierten Werbungskostenansatz keine von vorn herein festgelegte Freigrenze geben.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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