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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Kein Kostenabzug trotz zeitlich überwiegender Heimarbeit...

Datum: 20.02.2012 | Rubrik: Arbeitszimmer
Über Jahressteuergesetz 2010 dürfen Aufwendungen für das häusliche Arbeitszimmer jetzt auch dann steuerlich wieder berücksichtigt werden, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Dann ist ein Abzug von Betriebsausgaben oder Werbungskosten bis zur Höhe von 1.250 Euro im Jahr möglich. Hiervon profitieren insbesondere Lehrer, Dozenten, Handelsvertreter und sonstige Außendienstmitarbeiter. Aufwendungen können dagegen unverändert in voller Höhe als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden, wen das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung darstellt.

Voraussetzung für den begrenzten Abzug von 1.250 Euro ist, dass für die betriebliche oder berufliche Betätigung kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Hierzu gehört grundsätzlich jeder Arbeitsplatz, der zur Erledigung büromäßiger Arbeiten geeignet ist. Es muss sich hierbei weder um einen räumlich abgeschlossenen Arbeitsbereichs noch einen individuell zugeordneten Arbeitsplatz handeln. Daher gilt nach dem Urteil vom Finanzgericht Niedersachsen auch das Dienstzimmer im Gerichtsgebäude als anderer Arbeitsplatz, wenn ihn ein Richter tatsächlich nutzen kann(Az. 14 K 329/09). Daher haben die Finanzrichter den Abzug der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer abgelehnt, obwohl eine Richterin im zugrunde liegenden Fall argumentiert hatte, dass die Durchführung der mündlichen Verhandlungen für ihre Tätigkeit als Zivilrichterin nicht berufsprägend sie. Ausschlag gebend wäre vielmehr das heimische Büro, weil die für das Fällen von Entscheidungen und nämlich gerade nicht im Gericht, sondern in den eigenen vier Wänden von zu Hause aus erarbeitet würden. Insoweit befände sich der Mittelpunkt ihrer gesamten beruflichen Betätigung zu Hause, zumal sie dort zeitlich überwiegend tätig war.

Das Finanzgericht lehnte jedoch sowohl den vollen als auch den begrenzten Werbungskostenabzug ab, weil sich der inhaltliche und damit qualitative Schwerpunkt der Beschäftigung gerade auch dann nicht im häuslichen Arbeitszimmer befindet, wenn sie sich dort zeitlich häufiger als im Gerichtsgebäude aufhält. Im heimischen Büro bereitet sich die Richterin lediglich auf ihre Sitzungen im Amtsgericht vor und diktiert von zu Hause aus Urteile und Beschlüsse. Dies ist jedoch nicht der qualitative Schwerpunkt ihrer Tätigkeit. Berufsprägend ist vielmehr die Erledigung zivilrechtlicher Streitigkeiten, die von den sich streitenden Parteien regelmäßig vor Gericht mündlich verhandelt werden, sowie die Beweisaufnahme im Amtsgericht.

Hinweis: Das Finanzgericht Niedersachsen hatte gegen sein Urteil Revision zugelassen, um dem Bundesfinanzhof Gelegenheit zur Klärung zu geben, ob und möglicherweise in welchem Umfang die bisherige Rechtsprechung zum anderen Arbeitsplatz und zum Mittelpunkt der Betätigung auch auf die aktuellen gesetzlichen Neuregelungen übertragen werden kann. Die Revision ist mittlerweise unter dem Az. VI R 13/11 anhängig, vergleichbare Steuerfälle können also offen bleiben.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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