Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Keine Lohnsteuer für Privattouren...

Datum: 17.02.2012 | Rubrik: Dienstwagen
Die Privatnutzung des vom Chef überlassenen Betriebs-Pkw behandelt das Finanzamt als so genannten geldwerten Vorteil. Die monatliche Lohnsteuer ermittelt die Firma hierzu in der Regel pauschal mit einem Prozent vom Bruttolistenpreis inklusive der Zusatzausstattung und der Umsatzsteuer. Arbeitnehmer können in ihrer Steuererklärung aber alternativ auch den tatsächlich für die privaten Fahrten angefallenen Aufwand ansetzen. Liegt dieser Summe unter dem von der Firma angesetzten Pauschalbetrag, führt dies zu einer Steuererstattung. Allerdings muss hierzu ein Fahrtenbuch geführt werden, aus dem sich die Anteile von dienstlichen und privaten Touren ergeben und die Kosten aufgeführt werden.

Der Bundesfinanzhof hat jetzt in einem aktuellen Urteil entschieden, dass diese pauschale Ein-Prozent-Regelung nicht anwendbar ist, wenn der Arbeitnehmer einen Firmenwagen lediglich für betriebliche Zwecke sowie für die Pendelfahrten zwischen seiner Wohnung und der Arbeitsstätte nutzt (Az. VI R 56/10). Die Richter stellten den Anwendungsbereich der Ein-Prozent-Regelung klar und betonten, dass sie nur gilt, wenn der Chef seinem Angestellten tatsächlich einen Dienstwagen zur privaten Nutzung überlässt. Zwar gibt es hier den vermuteten so genannten Anscheinsbeweis, dass ein Arbeitnehmer einen vom Arbeitgeber zur privaten Nutzung überlassenen Dienstwagen tatsächlich auch privat nutzt. Diese Vermutung sagt aber nichts darüber aus, dass die Firma seiner Belegschaft den Dienstwagen in der Praxis auch tatsächlich zur privaten Nutzung überlassen hat.

Im zugrunde liegenden Fall war der Arbeitnehmer in einem Autohaus als Verkäufer beschäftigt und ihm stand ein Firmen-Pkw für Probe- und Vorführfahrten zur Verfügung. Darüber hinaus durfte er diese Wagen auch für die Fahrten zwischen den eigenen vier Wänden und dem Arbeitsort benutzen. Ein Fahrtenbuch führte er nicht. Das Finanzamt ging deshalb davon aus, dass die Ein-Prozent-Regelung pauschal anzuwenden sei. Einspruch und Klage dagegen blieben ohne Erfolg.

Zwar führt zu einem als Lohnzufluss zu erfassenden steuerbaren Nutzungsvorteil des Arbeitnehmers, wenn der Arbeitgeber einem Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt einen Dienstwagen auch zur privaten Nutzung überlässt, Der Vorteil ist entweder mit der Fahrtenbuchmethode oder, wenn wie im Urteilsfall kein Fahrtenbuch geführt wird, mit dem Listenpreis zu bewerten. Allerdings begründet diese gesetzliche Regelung einen steuerbaren Tatbestand nur insoweit, als sie die Bewertung eines Vorteils abzielen, der dem Grunde nach feststehen muss. Deshalb setzt die Anwendung der Ein-Prozent-Regelung voraus, dass der Chef seinem Angestellten tatsächlich einen Dienstwagen zur privaten Nutzung überlassen hat. Allein die Nutzung für Pendelfahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte begründet dabei noch keine Überlassung zur privaten Nutzung, so die Richter.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 33 von 234
« zurück 30 31 32 33 34 35 36 » weiter
Sa., 25. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... laut den Angaben des Lohnsteuerhilfeverbandes NVL von ca. 4 Mio Einsprüchen 70% (!) vom Fiskus anerkannt werden...
 

Social Bookmarks