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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Definition der verkehrsgünstigeren Straßenverbindung...

Datum: 14.02.2012 | Rubrik: Pendlerpauschale
Arbeitnehmer können die Pendlerpauschale für jeden vollen Kilometer der Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte mit 0,30 Euro pro Km als Werbungskosten ansetzen. Dabei ist die kürzeste Straßenverbindung maßgebend - die kontrollieren Finanzbeamte gerne per Routenplaner - und eine längere Umwegstrecke akzeptieren sie, wenn diese deutlich verkehrsgünstiger ist und regelmäßig genutzt wird. Faustregel: Hierüber muss der Berufspendler Büro oder Werkstatt - trotz gelegentlicher Verkehrsstörungen - in der Regel schneller und pünktlicher erreichen. Dabei wird allgemein nach mehreren Entscheidungen von Finanzgerichten eine tägliche Zeitersparnis von mindestens 20 Minuten als offensichtlich verkehrsgünstiger eingeordnet.

Denn bei der Entfernungspauschale ist darauf abzustellen, welche Straßenverbindung im Rahmen des Zumutbaren benutzbar ist, unter Berücksichtigung der allgemeinen Verkehrsverhältnisse und städtebaulichen Planungen zur Vermeidung von innerstädtischen Verkehrsstauungen. Unter diesen Umständen kann theoretisch sogar die gewählte Strecke gegenüber der um nur 5 km kürzeren Entfernung berücksichtigt werden, wenn das insgesamt die Ersparnis von etwa 30 Minuten bringt und dies für die steuerliche Anerkennung dem Finanzamt plausibel nachgewiesen wird.

Der Bundesfinanzhof hat jetzt durch zwei am 8. Februar 2012 veröffentlichte Urteile (Az. VI R 19/11 und VI R 46/10) konkretisiert, unter welchen Voraussetzungen die Entfernungspauschale für einen längeren als den kürzesten Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte in Anspruch genommen werden kann. Er bekräftigte dabei dass grundsätzlich die Pendlerpauschale nur für die kürzeste Entfernung beansprucht werden kann und etwas anderes aber dann gelten, wenn eine andere Verbindung offensichtlich verkehrsgünstiger ist und vom Arbeitnehmer regelmäßig benutzt wird.

In einem Fall hatte das Finanzgericht die Klage abgewiesen, weil stets eine zu erwartende Fahrtzeitverkürzung von mindestens 20 Minuten erforderlich sei. Im zweiten Sachverhalt hatte das Finanzgericht der Klage teilweise stattgegeben und bei der Berechnung der Entfernungspauschale eine vom Arbeitnehmer tatsächlich nicht benutzte Verbindung berücksichtigt, die den Richtern in der Vorinstanz offensichtlich verkehrsgünstiger erschien.

Der Bundesfinanzhof hat nun entschieden, dass eine Mindestzeitersparnis von 20 Minuten nicht stets erforderlich ist. Vielmehr sind alle Umstände des Einzelfalls, wie zum Beispiel die Streckenführung, die Schaltung von Ampeln oder ähnliches in die Beurteilung einzubeziehen. Eine Straßenverbindung kann nämlich auch dann offensichtlich verkehrsgünstiger sein, wenn bei ihrer Benutzung nur eine geringe Zeitersparnis zu erwarten ist. Darüber hinaus haben die obersten deutschen Finanzrichter klargestellt, dass nur die tatsächlich benutzte Straßenverbindung in Betracht kommt. Eine bloß mögliche, aber vom Berufspendler nicht benutzte Straßenverbindung kann der Berechnung der Entfernungspauschale nicht zugrunde gelegt werden.

Hinweis: Nach der bisherigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs, der sich die Finanzverwaltung schon vor Jahren angeschlossen hatte, ist eine Straßenverbindung dann als verkehrsgünstiger als die kürzeste Verbindung, wenn der Arbeitnehmer hierdurch die Arbeitsstätte trotz gelegentlicher Verkehrsstörungen in der Regel schneller und pünktlicher erreicht. Dieser Umstand einer Vorteilhaftigkeit muss aber so eindeutig auf der Hand liegen, dass sich auch ein unvoreingenommener, verständiger Verkehrsteilnehmer unter den gegebenen Verhältnissen für die Benutzung der Strecke entschieden hätte.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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