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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Fußballspieler ist als Wirtschaftsgut zu aktivieren...

Datum: 13.02.2012 | Rubrik: Steuerbilanz
Der Bundesfinanzhof hat seine Rechtsprechung bestätigt, wonach Vereine der Fußball-Bundesliga Ablösezahlungen an andere Clubs für den Wechsel von Spielern nicht sofort steuerwirksam als Betriebsausgaben absetzen können. Die Vereine müssen vielmehr in ihren Bilanzen für die exklusive Nutzungsmöglichkeit an dem jeweiligen Spieler ein immaterielles Wirtschaftsgut in Höhe der Ablösezahlungen plus der Provisionszahlungen an Spielervermittler ausweisen und können dieses entsprechend der Vertragslaufzeit abschreiben. So lautet der Tenor des am 1. Februar 2012 veröffentlichten Urteils (Az. I R 108/10).

Das oberste deutsche Finanzgericht hatte bereits 1992 entschieden, dass Transferentschädigungen beim Wechsel von Fußballspielern zu den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten führen, für die vom DFB eine Spielerlaubnis erteilt wird. Hierbei handelt es sich um ein der Konzession ähnliches Recht und folglich liegt ein immaterieller Vermögensgegenstand vor, auch im Sinne des Handelsrechts (HGB). Der Spieler ist dann im Anlagevermögen der Bilanz auszuweisen und als Aktivposten anzusetzen. Ein Bundesliga-Verein hatte diese Rechtsprechung in Frage gestellt, weil er die Auffassung vertrat, dass es jetzt aufgrund der veränderten Gegebenheiten nach dem berühmten Bosman-Urteil aus dem Jahr 1995 nicht mehr gerecht ist, die Bilanzierung von Spielern als Humankapital vielmehr auf eine verfassungswidrige Regelung hinauslaufe.

Hierzu führte der Bundesfinanzhof jedoch, dass Ablösezahlungen, die von Vereinen der Fußball-Bundesliga im Zusammenhang mit dem Wechsel von Lizenzspielern an die abgebenden Clubs gezahlt werden, weiterhin als Anschaffungskosten zu aktivieren sind. Diese exklusiven Nutzungsmöglichkeit am jeweiligen Spieler kann während der Vertragslaufzeit verwendet werden, so dass der Bilanzposten über diesen Zeitraum abzuschreiben ist. Nicht zu aktivieren sind dagegen Provisionen, die im Zusammenhang mit der Verpflichtung eines ablösefreien Spielers gezahlt werden und Zahlungen für die Verpflichtung bisheriger Amateure an deren frühere Vereine. Das sind Ausbildungs- und Förderungsentschädigungen.

Die Richter begründen ihre Ansicht, statt sofortigem vollem Betriebsausgabenabzug nur eine anteilige Gewinnminderung zuzulassen mit den Regeln des Steuerbilanzrechts. Hiernach sind tatsächliche wirtschaftliche Verhältnisse auf dem Ein- und Verkaufsmarkt abzubilden - auch bei Profispielern. Die vom Deutschen Fußballbund zugesicherte exklusive Einsatzmöglichkeit eines Spielers stellt nämlich einen eigenständigen Vermögenswert des neuen Clubs dar und das muss in der Bilanz berücksichtigt werden. Diese Verhältnisse auf dem Lizenzspielermarkt werden allgemein auch nicht als sittenwidrig angesehen. Daher kann die Steuerregel auch nicht als Verfassungsverstoß gewertet werden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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