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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Jetzt schnell noch die Zulage sichern...

Datum: 13.12.2012 | Rubrik: Riester-Sparen
Die staatliche Zulage können sich Riester-Sparer für das Jahr 2010 nur noch dann holen, wenn sie ihrem entsprechenden Produktanbieter - Banken, Sparkassen, Versicherungen und Investmentgesellschaften - den Antrag auf Förderung noch bis spätestens Ende Dezember 2012 vorlegen. Ansonsten verfällt der Zuschuss. Die Zulage muss in jedem Fall beantragt werden, auch wenn die darüber hinausgehende steuerliche Förderung im Rahmen der Einkommenssteuerveranlagung gemacht werden muss. Denn die Zulagen werden von der Steuerermäßigung auch dann abgezogen, wenn sie erst gar nicht beantragt wurden.

Den Zulageantrag erhält der Anleger im Regelfall unaufgefordert vom Anbieter des Altersvorsorgevertrags. Darin sind die aktuellen Vertragsdaten bereits eingetragen. Gegebenenfalls kann es aber im Erstjahr erforderlich sein, die Sozialversicherungsnummer, die Steuernummer und die steuerliche Identifikationsnummer einzutragen, soweit sie dem Anbieter nicht bekannt sind. Weitere Angaben oder Belege sind für die Gewährung der Grundzulage regelmäßig nicht erforderlich. Die Beantragung der Kinderzulage erfolgt in gleicher Weise über den „Ergänzungsbogen Kinderzulage".

Das Versäumen der Antragsfrist für die Folgejahre lässt sich problemlos durch einen Dauerzulagenantrag vermeiden. Durch diesen beauftragt der Riester-Sparer seinen Anbieter, jährlich den Antrag auf Zulage bei der Zentralen Zulagenstelle für Vermögen (ZfA) zu stellen. Damit läuft das Verfahren automatisch, und die Zulage muss nicht in jedem Jahr neu beantragt werden. Die Bevollmächtigung gilt dann bis auf Widerruf und nur Veränderungen wie beispielsweise Familienzuwachs müssen mitgeteilt werden. Die Zulagen für den Nachwuchs sind an das Kindergeld geknüpft. Hat das Institut bereits eine Dauervollmacht zur Beantragung auf Zulage, sollte die anschließende Geburt von Kindern nachgemeldet werden. Das bringt noch einmal Extra-Zulage von je 300 Euro.

Der Endspurt bis Silvester lohnt sich. Denn die dann gibt es die Grundzulage von 145 Euro sowie die Kinderzulage von 185 Euro pro vor 2008 geborenem Sprössling. Für nach 2007 geborene Kinder sind es sogar 300 Euro. Zudem erhalten Sparer unter 25 einen Berufsstarter-Bonus von 200 Euro obendrauf, sollten sie 2008 einen Riester-Vertrag neu abgeschlossen haben.

Wer noch keinen Riester-Vertrag abgeschlossen hat, kann dies bis Jahresende tun und sich so noch die komplette staatliche Förderung für 2012 sichern. Dazu müssen vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens in ein Riester-Produkt fließen. Maximal sind das 2.100 Euro abzüglich der Grundzulage und den Zulagen für den Nachwuchs. Die zählen nämlich zu den Eigenbeiztrgen. Geringverdiener müssen sogar nur 60 Euro im Jahr als Mindestbeitrag selbst zahlen, um in den Genuss der Förderung zu kommen. Bei Gutverdienern wirkt eine zusätzliche Entlastung, bis zu 2.100 Euro können als Sonderausgaben abgezogen werden. Das Finanzamt prüft, ob die Steuerauswirkung höher ist als die Zulagen. Wenn ja, wird die Differenz zwischen der Steuerermäßigung und den geringeren Zulagen mit dem Steuerbescheid erstattet. Ein Teil der eingezahlten Beiträge fließt so wieder zurück.

Den Weg zu Riester hatten Ende September 2012 bereits 15,6 Millionen Sparer gefunden. Alleine im dritten Quartal 2012 entschieden sich 78.000 Menschen neu für eine Riester-Rente, wobei den Löwenanteil und stärksten Zugang das Wohn-Riestern mit plus 55.000 verzeichnete, was 80 Prozent aller Neuabschlüsse entspricht.

Viele Kunden von Riester-Versicherungen sind mit ihren Verträgen übrigens zufrieden, so zumindest die Bundesregierung (Bundestags-Drucksache 17/10889 vom September 2012). Hiernach waren 83 Prozent der Riester-Sparer sind mit ihrem Vertrag sehr zufrieden oder zufrieden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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