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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Wann Steuerverluste nicht zählen...

Datum: 06.12.2012 | Rubrik: Liebhaberei
Stuft das Finanzamt eine Tätigkeit als Liebhaberei mangels fehlender Einkunftserzielungsabsicht an, können Steuerzahler erwirtschaftete rote Zahlen nicht mit ihrem übrigen Einkommen verrechnen, nicht ins Vorjahr zurück oder in die Zukunft vortragen und nicht hohe Einkünfte des anderen Ehepartners ausgleichen. Insoweit ist es besondere für Selbstständige wie Unternehmer oder Freiberufler wichtig, diese Einordnung zu vermeiden und bereits im Vorhinein auf die hierfür geltenden Kriterien zu achten. Eine Liebhaberei ist grundsätzlich bei allen Einkunftsarten möglich, wobei sich die Prüfung vor allem auf die Gewinneinkünfte fokussiert, was somit Selbstständige tangiert.

Zwar spricht bei Betrieb, Kanzlei oder der Praxis zunächst die Vermutung dafür, dass Unternehmer, Anwalt und Arzt sie in der Absicht betreiben, Gewinne zu erzielen, denn sie sind regelmäßig nicht dazu bestimmt und geeignet, der Befriedigung persönlicher Neigungen oder der Erlangung wirtschaftlicher Vorteile außerhalb der Einkommenssphäre zu dienen. Dieser Grundsatz ist allerdings nicht so zu verstehen, dass automatisch eine Gewinnerzielungsabsicht unterstellt werden könnte. Vielmehr entfällt die auch hier, wenn die ernsthafte Möglichkeit besteht, dass persönliche Beweggründe für die Fortführung des verlustbringenden Betriebs bestimmend waren. Hierfür kommen im Wesentlichen zwei Umstände in Betracht:
  1. Das persönliche Motiv, wenn jemand hohe andere Einkünfte zur Verfügung stehen, mit denen er seine Verluste verrechnet. Dies ist gilt besonders dann, wenn es sich um eine nebenberufliche selbständige Tätigkeit handelt und dadurch Steuern gespart werden.

  2. Der Betroffene ergreift trotz ständiger Verluste keine Gegenmaßnahmen zur Herstellung und Steigerung der Rentabilität.
Werden Kanzlei oder Praxis aus persönlichen Beweggründen geführt, ist die zunächst unterstellte Gewinnerzielungsabsicht entfallen und die Verluste zählen steuerlich nicht mehr, und zwar rückwirkend ab Betriebseröffnung.

Kommt es zur Einstufung als steuerlich unbeachtliche Liebhaberei mangels fehlender Gewinnerzielungsabsicht zu einem bestimmten Zeitpunkt, bedeutet das aber nicht zugleich, dass der Betrieb auf Dauer als Liebhaberei zu behandeln sein muss. Denn nach dem Beschluss des Bundesfinanzhofs (BFH, Az. IV B 155/11) kann die Gewinnerzielungsabsicht auch noch später entstehen. Dadurch verliert das Unternehmen seine Eigenschaft als Liebhaberbetrieb und als Folge unterliegen die anschließend erzielten Einkünfte dann der Einkommen- und Gewerbesteuer.

Hinweis:

Grundsätzlich räumt der Fiskus allerdings in der Anlaufphase ein, dass bei beginnender Tätigkeit durchaus zunächst Verluste anfallen dürfen. Anders sieht es aber aus, wenn nach einer gewissen Anlaufzeit festgestellt wird, dass auch entsprechende Bemühungen zu keinem Gewinnen führen und auch keine Aussicht besteht, überhaupt ein positives Gesamtergebnis zu erzielen. Dann schließt das Finanzamt aus der weiteren Fortsetzung der verlustbringenden Tätigkeit den Schluss, dass der Unternehmer oder Freiberufler nunmehr nicht mehr zur Gewinnerzielung, sondern nur noch aus persönlichen Gründen tätig ist.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Sa., 25. November 2017

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