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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Strenge Formalien zur steuerlichen Absetzbarkeit

Datum: 29.11.2012 | Rubrik: Auslandsspende
Seit April 2010 können durch das Gesetz zur Umsetzung steuerrechtlicher EU-Vorgaben Spenden und Stiftungen an gemeinnützige ausländische Einrichtungen in Einkommensteuerfällen als Sonderausgaben absetzen. Voraussetzung für den erweiterten Abzug ist jedoch, dass die Auslandsspende eine Körperschaft geht, die
  • von der deutschen Körperschaftsteuer befreit wäre, wenn sie inländische Einkünfte erzielen würde,

  • ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient und

  • in einen anderen Staat der Europäischen Union und des Europäischen Wirtschaftsraums liegt - als kein Drittland.
Zudem muss der Spender oder Stifter Anforderungen erfüllen, damit es zu der neuen Steuerermäßigung kommt. Denn für den Nachweis der steuerbegünstigten Zuwendung als Geld- oder Sachspende können die Finanzbehörden Belege verlangen, die ihnen für die Beurteilung der Frage notwendig erscheinen, ob die Voraussetzungen für die Abziehbarkeit der Ausgaben erfüllt sind. Erweist sich die Nachprüfung der vom Spender vorgelegten Auskünfte als schwierig, sind die Beamten nicht daran gehindert, bei Nichtvorlage von Nachweisen den beantragten Steuerabzug zu verweigern. Nachzuweisen ist beispielsweise nach der Satzung, dem Stiftungsgeschäft oder der sonstigen Verfassung und nach der tatsächlichen Geschäftsführung, inwieweit die ausländische Einrichtung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient. Diesen Nachweis hat der Spender gegenüber dem heimischen Finanzamt durch geeignete Belege zu erbringen, insbesondere
  • Satzung,

  • Tätigkeitsbericht sowie Vorstandsprotokolle

  • Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben und Kassenberichte,

  • Vermögensübersicht mit Nachweisen über die Bildung und Entwicklung der Rücklagen sowie

  • Aufzeichnung über die Vereinnahmung von Zuwendungen und deren zweckgerechte Verwendung
In diesem Zusammenhang weist ein aktuelles Urteil des Finanzgerichts Münster darauf hin, dass die Satzung eines ausländischen Spendenempfängers ausdrückliche Regelungen zur gemeinnützigen Mittelverwendung besitzen muss und die Voraussetzungen der Vermögensbindung für begünstigte Zwecke vorliegen müssen. Im Urteilsfall erfüllte ein portugiesisches Seniorenheim diese Anforderungen nicht, da es nach seiner Satzung zwar gemeinnützige Zwecke förderte, die Satzung aber keine ausdrücklichen Regelungen zur Mittelverwendung enthielt. Die Richter betonten, dass der Spender zur Entlastung für die Finanzverwaltung stichhaltige Belege beizubringen hat - etwa Nachweis und Bestätigung darüber, dass der Empfänger die Gegenstände nur zur Förderung begünstigter, gemeinnütziger Zwecke verwendet hat. Von diesem dokumentierten Verwendungsnachweis ist bei ausländischen Körperschaften auch nicht abzusehen. Auch ihr ist es ohne Weiteres möglich und auch zumutbar, eine solche Bestätigung in die Spendenbescheinigung aufzunehmen, so das Gericht (Az. 2 K 2608/09 E).
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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