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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Lohnsteuer auf Heimfahrten zum Mittagessen...

Datum: 27.11.2012 | Rubrik: Firmenwagen
Für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte können Arbeitnehmer einmal am Tag die Pendlerpauschale in Anspruch nehmen und als Werbungskosten absetzen. Mit dieser Pauschalregelung sind dann zusätzliche Strecken abgegolten. Die gleiche Tagesregel gilt für den geldwerten Vorteil, wenn der Chef kostenlos einen Firmenwagen zur Verfügung stellt. Nach diesem Grundsatz lassen sich für mittägliche Heimfahrten zur Einnahme des Essens keine zusätzlichen Werbungskosten absetzen und beim Betriebs-Kfz-muss der Angestellte hierauf extra Lohnsteuer bezahlen.

Das gilt auch für die Fahrten eines Bürgermeisters zwischen Wohnung und Rathaus, betont das Finanzgericht Baden-Württemberg in einem aktuellen Urteil (Az. 1 K 3014/09). Diese sind nämlich nicht allein wegen der damit verbundenen Präsenz im Gemeindegebiet grundsätzlich dienstlicher Natur. Für mittägliche Zwischenheimfahrten, für die kein Werbungskostenabzug möglich wäre, ist dann auf der Einnahmenseite für den Nutzungsvorteil zusätzlich etwas nach der Listenpreis-Regelung anzusetzen, die ohnehin pro Monat mit einem Prozent schon für die private Nutzung des Wagens fällig wird..

Denn zu den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit gehören neben dem laufenden Gehalt auch weitere Bezüge und Vorteile, die für die Beschäftigung im öffentlichen oder privaten Dienst gewährt werden. Dafür ist für die private Nutzung eines betrieblichen Fahrzeugs für jeden Kalendermonat ein Prozent des inländischen Listenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassung zuzüglich der Kosten für Sonderausstattungen einschließlich der Umsatzsteuer anzusetzen. Kann das Fahrzeug auch noch für Fahrten zwischen Wohnung und Büro genutzt werden, erhöht sich der Wert für jeden Monat um weitere 0,03 Prozent dieses Listenpreises je Entfernungs-km.

Im zugrunde liegenden Fall nutzte der hauptberuflich als Bürgermeister tätige Arbeitnehmer den ihm von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Firmenwagen neben dienstlichen Zwecken auch für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sowie für Heimfahrten gegen Mittag. Ein Fahrtenbuch führte er dafür nicht und Lohnsteuer wurde auf die Privatnutzung von der Gemeinde nicht einbehalten.

Nach Ansicht des Gerichts hat der Bürgermeister den Dienstwagen erlaubterweise für regelmäßige mittägliche Zwischenheimfahrten vom Rathaus zur eigenen Wohnung verwendet, wobei es sich um eine private Nutzung handelt. Dem Einwand, die Fahrten hätten wegen der damit verbundenen Präsenz als Bürgermeister im Gemeindegebiet grundsätzlich einen dienstlichen Hintergrund, folgten die Richter nicht. Ebenso wie das Mittagessen selbst gehören zur privaten Lebensführung auch Fahrten zur Wohnung, um dort das Mittagessen einzunehmen. Müsste ein Angestellter den dafür anfallenden Aufwand etwa durch Verwendung seines eigenen Privatwagens selbst tragen, könnte er die nicht als Werbungskosten abziehen. Insofern sind die privaten Zwischenheimfahrten keine Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, deren geldwerter Vorteil durch den 0,03%-Zuschlag auf den Listenpreis mit Lohnsteuer abgegolten wird. Hinzu kommt jetzt noch der Aufschlag für die Fahrten am Mittag - oder zu jeder anderen Tageszeit.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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