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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Privatanlass verhindert nicht den Steuerabzug...

Datum: 20.11.2012 | Rubrik: Reisekosten
Bis zum erfreulichen Richterspruch vom Großen Senat des Bundesfinanzhofs Mitte 2010 konnten Steuerzahler zwar die Ausgaben für die Teilnahme an der Messe oder Fachtagung sowie die Hotelübernachtung beim Finanzamt als Werbungskosten oder Betriebsausgaben geltend machen, aber nur soweit sie berufliche Termine wahrgenommen hatten. Der Fiskus weigerte sich jedoch, Flug- oder Fahrtkosten anzuerkennen, wenn der Aufenthalt aus privaten Gründen verlängert wurde, weil es in Paragraf 12 Einkommensteuergesetz ein so genanntes Aufteilungs- und Abzugsverbot gibt und eine Aufteilung der Reisekosten in privat und beruflich nicht möglich war. Durch die geänderte Rechtsprechung ist nunmehr eine Aufteilung der Reisekosten in privat und beruflich veranlasst möglich (Az. GrS 1/06), sofern folgende Bedingungen erfüllt sind:
  • Der berufliche/betriebliche Anteil der Reise darf nicht von untergeordneter Bedeutung sein.

  • Es muss für das Finanzamt klar erkennbar sein, welche Aufwendungen privat und welche beruflich veranlasst sind. Das lässt in der Praxis meist anhand der Zeitanteile ermitteln, wenn beispielsweise ein Berufstätiger neun Tage im Ausland verbringt, davon an sechs Tagen eine Fachmesse besucht und anschließend drei Tage zur Erholung nutzt.. Dann kann er zwei Drittel der Flug- und Hotelkosten sowie die Verpflegungspauschale steuerlich geltend machen. Hinzu kommen in voller Höhe die Tagungsgebühren.

  • Selbstständige und Arbeitnehmer haben gegenüber dem Finanzamt eine Nachweispflicht, weil sie etwas von der Steuer absetzen wollen. Nur wenn sie den beruflichen Zeitanteil oder ein anderes Kriterium dokumentiert haben, gelingt der Abzug von Betriebsausgaben und Werbungskosten.
Das Finanzgericht Niedersachsen betont in diesem Zusammenhang, dass der nunmehr anzuwendende geänderte Grundsatz bei Auslandsreisen anders zu beurteilen ist, wenn denen kein unmittelbarer beruflicher Anlass zugrunde liegt wie etwa das Aufsuchen eines Geschäftsfreundes, ein Fachvortrag auf einem Kongress oder der Forschungsauftrag. Denn bei Aufenthalten jenseits der Grenze spielen häufig auch private Interessen eine Rolle, was insbesondere bei Reisen zu Informationszwecken sowie zu Sprachkursen zutrifft (Az. 3 K 500/08).

Die Richter konkretisieren dies insoweit und stellen auf die Art der dargebotenen Informationen, den Teilnehmerkreis, die Reiseroute und den Charakter der aufgesuchten Orte als beliebte Ziele des Tourismus, die fachliche Organisation, die Gestaltung der Wochenenden und Feiertage sowie die Art des benutzten Beförderungsmittels ab. Kann im Einzelfall eine Aufteilung erfolgen, werden sie steuerlich anerkannt, soweit sie auf den nahezu ausschließlich durch die durch Berufstätigkeit veranlassten Teile entfallen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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