Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Banken rücken Börsenverluste nur bis Mitte Dezember raus...

Datum: 09.11.2012 | Rubrik: Kapitaleinnahmen
Dem Finanzamt können über die Einkommensteuererklärung 2012 im laufenden Jahr angefallene rote Börsenzahlen nur dann gemeldet werden, wenn das Kreditinstitut hierüber eine Bescheinigung gestellt hat. Diesen offiziellen Beleg gibt es aber nur, wenn der Kunde bei seiner Hausbank spätestens bis zum 15. Dezember unwiderruflich einen Antrag stellt. Dies ist nach Paragraf 43a Absatz 2 Einkommensteuergesetz eine Ausschlussfrist. Wird der Termin versäumt, wandern die aufgelaufenen negativen Kapitaleinnahmen automatisch ins Folgejahr und stehen dort auf der Ebene der Kreditinstitute als Verrechnungspotential zur Verfügung.

Für Anleger ist allerdings nicht generell ratsam, die Verluste vom Institut abzufordern. Das lohnt nämlich nur, wenn von anderen Banken, über Lebensversicherungen oder etwa privaten Darlehen positive Kapitalerträge zur Verrechnung vorliegen. Dann kann der abgeforderte Verlust beispielsweise die Zinsen aus dem Konto von einer anderen Bank ausgleichen und das Finanzamt erstattet insoweit die bereits einbehaltene Abgeltungsteuer. Sofern der abgeforderte Verlust höher als die positiven Kapitaleinnahmen des Jahres ausfällt, kann der Anleger ihn nicht wieder auf die Bank übertragen. Er wird auf der Ebene des Finanzamts so lange konserviert, bis in den Folgejahren positive Kapitaleinnahmen anfallen. Da Verluste nicht anteilig beantragt werden können, sollten sich Sparer ganz genau überlegen, ob sie ein Minus für die Einkommensteuererklärung 2012 abrufen oder bei der Bank zum Ausgleich für Erträge ab 2013 stehen lassen sollten.

Auslöser dieser vielfach unbekannten gesetzlichen Besonderheit ist die Systemumstellung seit Neujahr 2009. Negative Kapitaleinnahmen, etwa aus bezahlten Stückzinsen oder realisierten Kursverlusten, fließen bei der jeweiligen Bank in den so genannten Verlustverrechnungstopf. Hierüber wird das Minus dann mit positiven Erträgen wie Zinsen, Dividenden oder Gewinnen verrechnet. Verbleibt ein Verlust, wandert der automatisch ins Folgejahr. Dabei gibt es für rote Zahlen mit Aktien einen besonderen Verlustverrechnungstopf II, weil dieses Minus nur Gewinne mit Aktien ausgleichen darf. Beide Töpfe werden vorgetragen, sofern sie der Kunde sie nicht abfordert. Das kann er getrennt beantragen, sodass beispielsweise der Verlustverrechnungstopf II bei der Bank verbleibt, weil es keine entsprechenden Gewinne mit Aktien gibt. Dann nimmt das Institut den Minusbetrag nur aus dem allgemeinen Verlustverrechnungstopf I heraus und startet ihn 2013 wieder bei Null.

Sofern Anleger in 2012 Spekulationsverluste mit ihrem alten Depotbestand von Silvester 2008 eingefahren haben, fließ das Minus nicht in den Verlustverrechnungstopf. Diese negativen Beträge können nicht mehr wie früher in der Anlage SO zur Steuererklärung deklariert werden und stehen dann zur Verrechnung bereit. Denn für hierfür gibt es Bestandsschutz und ein zu versteuerter Spekulationsgewinn kann nicht mehr anfallen, da die ehemalige Jahresfrist längst ausgelaufen ist. Da Gewinne Steuerfrei bleiben, fallen Verluste unter den Tisch.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 204 von 234
« zurück 201 202 203 204 205 206 207 » weiter
Mo., 20. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... rund 500 Millionen Euro jährlich verschenkt werden, weil Steuererklärungen nicht geprüft oder abgegeben werden ...
 

Social Bookmarks