Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Keine Lasten bei Lebensmittelspenden an Tafeln...

Datum: 19.10.2012 | Rubrik: Umsatzbesteuerung
Das Streitthema der Umsatzbesteuerung von gespendeten und noch haltbaren Lebensmittelprodukten an die Tafeln für arme Bürger hatte lange Zeit die Presse sowie Soziale Einrichtungen und Hilfsbedürftige. Das Sächsische Staatsministerium der Finanzen weist am 10.Oktober 2012 darauf hin, dass sich nunmehr Bund und Länder auf eine erfreuliche Lösung der Problematik verständigt haben.

Die Botschaft: Von einer Umsatzbesteuerung wird bei einer kostenlosen Abgabe von Lebensmitteln durch Bäckereien an die Tafeln abgesehen, wenn dies wie üblich kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums oder der Verkaufsfähigkeit als Frischware aus mildtätigen Zwecken erfolgt,. Die Belastung der Lebensmittelspende mit Umsatzsteuer stellt eine unbillige Härte dar, da eine Vernichtung der Lebensmittel keine Umsatzbesteuerung zur Folge hätte. Einzige Voraussetzung für die Inanspruchnahme dieser Regelung ist, dass keine Zuwendungsbestätigung (sog. Spendenbescheinigung) für die gemeinnützigen Zwecke - wie auch bei einer Vernichtung der Lebensmittel - ausgestellt wird.

Das Sächsische Finanzministerium bekräftigt, dass mit dem jetzt gefundenen Ergebnis der Weg frei sein sollte, weiterhin Gutes zu tun und Bedürftigen mit Nahrungsmitteln zu helfen. Aus diesem Grund hofft es auch weiterhin auf ein hohes Engagement bei der Unterstützung gemeinnütziger Organisationen.

Auch der Präsident des Sächsischen Handwerkstages Roland Ermer begrüßt die Regelung und findet es gut, dass im Umgang mit Lebensmittelspenden endlich einheitliche Maßstäbe Anwendung finden sollen, indem künftig jeder Spender frei wählen kann:
  • Entweder wird bei der Umsatzbesteuerung regelmäßig der Betrag in der Spendenbescheinigung zugrunde gelegt

  • oder es wird keine Spendenbescheinigung ausgestellt und es muss keine Umsatzsteuer bezahlt werden.“
Aus umsatzsteuerlicher Sicht ist die kostenlose Abgabe von Lebensmitteln grundsätzlich einem Verkauf, der günstigen Abgabe an Mitarbeiter oder dem Eigenverbrauch zum Selbstkostenpreis gleichzustellen. In solchen und vergleichbaren Fällen bekommen die Bäcker die Umsatzsteuer, welche diese für ihren Einkauf von Mehl und Zucker, aber auch für Energie und Wärme zu begleichen haben, vom Finanzamt als so genannte Vorsteuer zurück erstattet. Im Gegenzug wäre jedoch bei der Abgabe der Lebensmittel an die Kunden der Bäcker oder an die Tafeln Umsatzsteuer vom Finanzamt zu erheben.

Was zwingende Folge der Systematik der Umsatzsteuer ist, hatte im Hinblick auf die Vernichtung von Lebensmitteln seine Akzeptanz in der Öffentlichkeit verloren. Aufgrund dessen stellten viele Bäcker daraufhin ihre Lebensmittelspenden an die Tafeln vorerst ein. Auch vor diesem - unerwünschten - Hintergrund bemühten sich Bund und Länder, um schnellstmöglich eine gemeinsame und praktikable Regelung zu finden.

Zum Hintergrund: Bund und Länder hatten sich darauf verständigt, auf Lebensmittelspenden an Tafeln oder sonstige Einrichtungen für Bedürftige keine Mehrwertsteuer zu erheben. Bei begrenzt haltbaren Lebensmitteln beträgt der Wert nach Ladenschluss regelmäßig null Euro. So fällt keine Umsatzsteuer an. Das Bundesfinanzministerium hat hier bereits am 20. Juli 2012 Klarheit geschaffen. Nun haben sich Bund und Länder gemeinsam auf eine Billigkeitsregelung geeinigt. Auslöser waren die Spenden eines sächsischen Bäckers, der regelmäßig seine Brötchen der gemeinnützigen Einrichtung "Die Tafel" gespendet hatte. Nach einer Steuerprüfung hatte sein Finanzamt ihm mitgeteilt, dass er für diese Spenden Mehrwertsteuer zahlen müsse. Auch andere Finanzämter waren in ähnlichen Fällen dazu übergegangen, Umsatzsteuer auf gespendete Waren zu erheben.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 190 von 234
« zurück 187 188 189 190 191 192 193 » weiter
Mi., 22. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... 95 % der Mitglieder die Fachkompetenz der Lohnsteuerhilfeverein-Berater für sehr hoch eingeschätzen!
 

Social Bookmarks