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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Hochschullehrer und Richter können Arbeitszimmer nicht absetzen...

Datum: 30.01.2012 | Rubrik: Werbungskosten
In zwei am 25. Januar 2012 veröffentlichten Urteilen hat der Bundesfinanzhof erstmals zur Neuregelung der Abzugsbeschränkung bei häuslichen Arbeitszimmern entschieden. Für die Berufsgruppen der Hochschullehrer (Az. VI R 71/10) und Richter (Az. VI R 13/11) bildet danach das Arbeitszimmer - wie bisher - nicht den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Betätigung mit der Folge, dass sie die Aufwendungen für das heimische Büro in der Wohnung auch nach neuem Recht nicht als Werbungskosten abziehen können.

Rückblick: Nachdem das Bundesverfassungsgericht das frühere Gesetz gekippt hatte, hat der Fiskus im Jahressteuergesetz 2010 eine Neuregelung geschaffen, die rückwirkend auch in den Urteilsfällen anwendbar war. Danach können die Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer abgezogen werden, wenn
  • entweder ein anderer Arbeitsplatz nicht zur Verfügung steht (diese Erweiterung hatte das Bundesverfassungsgericht eingefordert) oder

  • wie bisher das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen oder betrieblichen Betätigung bildet. Der Bundesfinanzhof geht davon aus, dass es sich hierbei um zwei getrennt voneinander zu beurteilende Tatbestände handelt.
Ein Abzug nach der ersten Variante (wegen fehlenden Arbeitsplatzes) kam in beiden Streitfällen nicht in Betracht, weil beide Arbeitnehmer einen vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Arbeitsplatz nutzen konnten. Aber auch nach der zweiten Variante (Mittelpunkt) blieb ihnen der Erfolg versagt.

Die Richter entschieden, dass der Mittelpunkt der gesamten Betätigung qualitativ und unter Berücksichtigung der Verkehrsanschauung zu bestimmen ist. Das gilt jedenfalls, wenn der Steuerpflichtige wie in den zugrunde liegenden Fällen lediglich eine einzige berufliche Tätigkeit ausübt. Danach ist für den Beruf des Hochschullehrers die Vorlesung in der Universität und für den Richter die Ausübung der rechtsprechenden Tätigkeit im Gericht prägend; beide Tätigkeiten können nicht im häuslichen Arbeitszimmer verrichtet werden. Unerheblich ist dagegen, wie viele Stunden sie in ihrem häuslichen Arbeitszimmer zubringt.

Der Bundesfinanzhof verweist hierzu auf seine bisherige umfangreiche Rechtsprechung in vielen ausführlichen Urteilen. Auch dort bestimmte sich der Mittelpunkt stets danach, ob ein Arbeitnehmer oder Selbstständiger im Arbeitszimmer diejenigen Handlungen vornimmt und Leistungen erbringt, die für den ausgeübten Beruf qualitativ wesentlich und prägend sind. Das gilt auch noch bei einer zeitlich weit überwiegenden Nutzung des häuslichen Arbeitszimmers, weil dieser Umstand weder eine Verlagerung noch eine andere Beurteilung des Mittelpunkts bewirken kann. Insoweit erübrigen sich dann konkrete Diagnosen zum jeweiligen zeitlichen Umfang der beruflichen oder betrieblichen Nutzung des heimischen Büros.

Hinweis: Die Richter stellten klar, dass der Bundesfinanzhof an seinen noch der alten Rechtslage zugrunde liegenden Grundsätzen festhält. Auch nach dem Wegfall der Abzugsmöglichkeit bei einer beruflichen Nutzung von mehr als 50 Prozent (war bis 2006 möglich), sehen sie in den Fällen, in denen der Arbeitnehmer oder Selbstständige lediglich eine einzige berufliche Tätigkeit teilweise zu Hause ausübt, keine Notwendigkeit, den zuvor bereits aufgestellten Mittelpunktbegriff grundlegend neu zu bestimmen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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