Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Hochzeit ist keine außergewöhnliche Belastung...

Datum: 18.10.2012 | Rubrik: Einkommensteuer
Kosten für eine Hochzeit sind auch dann nicht als außergewöhnliche Belastungen abzugsfähig, wenn diese besonders hoch ausfallen, da einer der Ehepartner ausländischer Staatsbürger ist. So lautet der eindeutige Tenor des vom Finanzgericht Berlin-Brandenburg am 5. Oktober 2012 veröffentlichten Urteil (Az. 7 K 7030/11).

Der Entscheidung lag der Sachverhalt zugrunde, dass die Frau einen kanadischen Staatsbürger geheiratet hatte. Neben den ansonsten üblichen Kosten einer Hochzeit fielen dabei auch besondere Kosten an, beispielsweise Verwaltungsgebühren und Aufwendungen für Dolmetscherleistungen. Außerdem hatte die frisch verheiratete Ehefrau die Flugkosten ihres Bräutigams von Kanada nach Deutschland übernommen. Alle diese Zusatzaufwendungen machte sie als außergewöhnliche Belastungen im Rahmen der Einkommensteuererklärung für das Jahr der Eheschließung geltend. Doch dies blieb im Ergebnis ohne Erfolg.

Laut Paragraf 33 des Einkommensteuergesetzes können Steuerpflichtige, denen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Bürger entstehen, diese steuermindernd geltend machen. Typischer Fall solcher sogenannter außergewöhnlicher Belastungen sind Aufwendungen für eine Krankheit - Rezepte Arzt, Praxisgebühr, aber auch Scheidungs- oder Unwetterkosten können dazu gehören.

Nach Ansicht der Richter aus Berlin-Brandenburg sind die Aufwendungen anlässlich der Eheschließung nicht außergewöhnlich, weil eine Heirat ein häufig vorkommender Vorfall ist - auch mit einem weit entfernt wohnhaften ausländischen Staatsbürger. Darüber hinaus sind die Aufwendungen auch nicht zwangsläufig. Schließlich war die Frau nicht gezwungen, sich mit ihrem kanadischen Partner sich vermählen.

Selbst wenn die Ehe als Bund fürs Leben eine anerkannte und förderungswürdige Institution ist und die Frau in ihrem besonderen Fall möglicherweise wegen der erleichterten Erlangung einer Aufenthaltserlaubnis in Kanada ein besonders Interesse an der Eheschließung gehabt haben mag, so gibt es dem ungeachtet keinen Anspruch auf eine unbegrenzte Subventionierung von Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Heirat durch den Fiskus.

Hinweis: Außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art setzen eine Belastung des Steuerpflichtigen aufgrund außergewöhnlicher und dem Grunde und der Höhe nach zwangsläufiger Aufwendungen voraus. Er ist belastet, wenn ein Ereignis in seiner persönlichen Lebenssphäre ihn zu Ausgaben zwingt, die er selbst endgültig zu tragen hat. Die Belastung und damit der Steuerabzug treten mit der Zahlung ein. Zwangsläufigkeit dem Grunde nach wird in der Regel auf Aufwendungen des Betroffenen - für sich selbst oder für Angehörige - beschränkt sein. Aufwendungen für andere Personen können diese Voraussetzung nur ausnahmsweise erfüllen, wenn hierzu eine sittliche Pflicht besteht.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 189 von 234
« zurück 186 187 188 189 190 191 192 » weiter
Do., 23. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... das Statistische Bundesamt nachgerechnet hat? Im Schnitt erstattet das Finanzamt für jede Steuererklärung 823 Euro.
 

Social Bookmarks