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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Umzug wegen Scheidung ist steuerlich nicht begünstigt...

Datum: 17.09.2012 | Rubrik: Doppelte Haushaltsführung
Hat ein Arbeitnehmer bislang eine steuerliche doppelte Haushaltsführung geltend gemacht, weil er sich eine Zweitwohnung am fernen Beschäftigungsort nehmen muss und nimmt er nun anlässlich seiner Scheidung eine größere Wohnung im Einzugsbereich seines Arbeitgebers und zieht dahin um, so endet die doppelte Haushaltsführung und er kann den hierfür bezahlten Aufwand nicht mehr als Werbungskosten absetzen. Denn dieser Umzug ist nicht beruflich veranlasst, entschied jetzt das Finanzgericht Köln (Az. 6 K 4781/07). Denn nunmehr handelt es sich um Kosten für die private Lebensführung und die dürfen bei den Einkunftsarten nicht abgezogen werden, auch wenn sie zumindest mittelbar noch zur Förderung des Berufs erfolgen.

Denn für den Umzug von der bisherigen in die neue Privatwohnung im Einzugsbereich des Arbeitsplatzes aufgrund der Trennung von der Ehefrau entfallen die Voraussetzungen für einen Werbungskostenabzug bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit. Auch der Umzug selbst lässt sich nicht absetzen. Denn durch den Tapetenwechsel sind Entfernung und Fahrzeit des Arbeitnehmers zum Büro im Betrieb nicht kürzer geworden und dieser steht auch nicht mit der erstmaligen Aufnahme einer Tätigkeit oder dem Wechsel des Arbeitgebers in Zusammenhang. Die berufliche Veranlassung der bisherigen steuerlichen doppelten Haushaltsführung wird durch den Umzug beendet, indem er in die erste Wohnung am Arbeitsort einzieht. Dies ist nach objektiver Betrachtung privat veranlasst.

Die angefallenen Umzugskosten nicht auch nicht unter dem Gesichtspunkt der bislang vom Finanzamt akzeptierten doppelten Haushaltsführung abziehbar, da sie gerade nicht vor diesem Hintergrund entstanden sind. Notwendige Mehraufwendungen wegen einer aus beruflichem Anlass begründeten doppelten Haushaltsführung sind zwar auch noch die Kosten für einen Umzug, durch den die doppelte Haushaltsführung beendet werden soll.

Im Urteilsfall gilt das jedoch nicht. Denn bereits vor dem Umzug endete die Haushaltsführung in der Zweitwohnung am fernen Beschäftigungsort, indem sich das Ehepaar trennte und sich danach hat scheiden lassen. Ab diesem Zeitpunkt unterhielt der Arbeitnehmer - mangels Familienwohnsitz - einen eigenen Hausstand in der ihm verbliebene kleine Wohnung, wodurch es zur Beendigung der doppelten Haushaltsführung kam. Insoweit besteht anschließend kein beruflicher Veranlassungszusammenhang für den späteren Umzug in die größere Wohnung im Einzugsbereich seines Arbeitgebers.

Hinweis: Der Bundesfinanzhof hat bislang zwar schon für viele einzelne Sachverhalte geklärt, wann bei einem Umzug noch doppelte Haushaltsführung besteht. Der vorliegende Urteilsfall betrifft jedoch eine bisher nicht behandelte Konstellation.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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