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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Kosten für Regatta-Begleitfahrt mit Geschäftspartnern sind keine Betriebsausgaben...

Datum: 14.09.2012 | Rubrik: Betriebsausgaben
Lädt ein Unternehmer seine Geschäftspartner zu einer Schiffsreise ein, sind die angefallenen Aufwendungen für dieses Unterhaltungsevent sowie die hiermit zusammenhängende Bewirtungen auf dem Schiff oder an Land in der Regel auch bei einer betrieblichen Veranlassung nicht abziehbar. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem am 12. September 2012 veröffentlichten Urteil (Az. IV R 25/09) gegen einen mittelständischen Unternehmen in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG.

Seine Firma hatte anlässlich der Kieler Woche mit Geschäftspartnern und eigenen Mitarbeitern aus dem Vertriebs- und Servicebereich eine Regatta-Begleitfahrt unternommen. Dazu war ein historisches Segelschiff gechartert worden, auf dem die Mitreisenden auch bewirtet wurden. Das Unternehmen war der Meinung, dass es die Kosten der Reise und der Bewirtung in gleicher Weise als Betriebsausgabe abziehen können muss, wie es die Finanzverwaltung bei der Nutzung von sog. VIP-Logen an stationären Sportstätten zulässt. Schließlich ließ sich - im Unterschied zu Sportarena oder Stadion - Segelsport nicht stationär, sondern nur vom Schiff aus beobachten, so die Argumente des Betriebes.

Der BFH folgte dieser Argumentation nicht. Das Einkommensteuergesetz schließt Kosten für Schiffsreisen und damit zusammenhängende Bewirtungen seit dem Steueränderungsgesetzes 1960 bewusst vom Abzug aus, weil der Gesetzgeber die in Ausgaben Aufwendungen für Jagd und Fischerei, für Segeljachten oder Motorjachten sowie für ähnliche Zwecke ihrer Art nach als überflüssige und unangemessene Repräsentation ansieht und im Interesse der Steuergerechtigkeit und des sozialen Friedens den Aufwand nicht länger durch den Abzug vom steuerpflichtigen Gewinn auf die Allgemeinheit abgewälzt will. Daher wurde das Abzugsverbot eingeführt, generell für Kosten einer unangemessenen Repräsentation.

Hinweis: Der BFH weist in seinem Urteil aber noch auf eine Abzugsmöglichkeit hin. Sofern ein Zusammenhang mit der Unterhaltung der Geschäftspartner oder der Repräsentation des Unternehmens ausgeschlossen werden kann, so sei ein Abzug der Kosten möglich, betonten die Richter und verwiesen darauf, dass sich Unternehmen nicht auf Verwaltungsanweisungen zur Behandlung von Kosten - hier ging es um den sog. VIP-Logen-Erlass - berufen können. Diese Schreiben vom Fiskus sind einerseits für die Gerichte nicht unmittelbar schon dem Grunde nach bindend und zudem betrifft der VIP-Erlass andererseits auch nur den Fall, dass gleich ein ganzes Leistungsbündel (Besuch der Unterhaltungs- oder Sportveranstaltung, zusätzlich Werbung, Bewirtung und Sponsoring) von dem Sportveranstalter selbst bezogen wird. Das ist bei der Regatta-Begleitfahrt nicht gegeben.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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