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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Nachträgliche Schuldzinsen sind Werbungskosten bei den Mieteinkünften...

Datum: 10.09.2012 | Rubrik: Immobilien
Mit einem am 5. September 2012 veröffentlichten Urteil hat der Bundesfinanzhof (BFH) aus Sicht der Hausbesitzer erfreulicherweise entschieden, dass Schuldzinsen für ein Darlehen, das ursprünglich zur Finanzierung von Anschaffungskosten einer zur Vermietung bestimmten Immobilie aufgenommen wurde, grundsätzlich auch dann noch als nachträgliche Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden können, wenn das Gebäude veräußert wird, der Veräußerungserlös aber nicht ausreicht, um die Darlehensverbindlichkeit zu tilgen (Az. IX R 67/10).

Im zugrunde liegenden Fall hatte ein Immobilieneigentümer 1994 ein Wohngebäude erworben, dieses vermietet und hieraus steuerpflichtige Einkünfte erzielt. Im Jahr 2001 veräußerte er das Gebäude mit Verlust. Mit dem Veräußerungserlös konnten die bei der Anschaffung des Gebäudes aufgenommenen Darlehen nicht vollständig abgelöst werden; dadurch musste er auch 2004 noch Schuldzinsen auf die ursprünglich aufgenommenen Verbindlichkeiten aufwenden. Das Finanzamt erkannte die vom Immobilieneigentümer im Rahmen seiner Einkommensteuerveranlagung für 2004 geltend gemachten nachträglichen Schuldzinsen nicht als Werbungskosten an.

Der BFH gab ihm nun Recht, indem die geltend gemachten Schuldzinsen zu Unrecht nicht bei der Ermittlung der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung berücksichtigt worden sind. Wichtig: Der BFH hält damit an seiner bisherigen – restriktiveren - Rechtsprechung zur beschränkten Abziehbarkeit nachträglicher Schuldzinsen bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung nicht länger fest. Der BFH begründet seine Rechtsprechungsänderung sowohl mit der im Steuerentlastungsgesetz 1999/2000/2002 vom Gesetzgeber getroffenen Grundentscheidung, Wertsteigerungen bei der Veräußerung von im Privatvermögen gehaltenen Grundstücken innerhalb einer auf 10 Jahre erweiterten Spekulationsfrist zu erfassen, als auch mit der gesetzestechnischen Verknüpfung von privaten Veräußerungsgeschäften mit einer vorangegangenen steuerbaren und steuerpflichtigen Nutzung des Grundstücks.

Die Regelung in § 23 Abs. 3 Satz 4 des Einkommensteuergesetzes bewirkt nämlich, dass die Ermittlung des Gewinns aus einem steuerbaren Grundstücksveräußerungsgeschäft strukturell der Ermittlung des Gewinns aus der Veräußerung eines Wirtschaftsguts des Betriebsvermögens gleichgestellt wird. Vor diesem Hintergrund ist es nur folgerichtig, den nachträglichen Schuldzinsenabzug bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung auf den im Urteilsfall zu entscheidenden Sachverhalt auszuweiten. Das hat zur Folge, dass damit die notwendige steuerrechtliche Gleichbehandlung von nachträglichen Schuldzinsen bei den Gewinn- und bei den Überschusseinkünften wieder hergestellt wird.

Hinweis: Die Finanzverwaltung hatte den Abzug von nachträglichen Schuldzinsen als Werbungskosten bei den Mieteinkünften bislang strikt abgelehnt, auch wenn der Verkaufserlös nicht komplett zur Schuldentilgung ausgereicht hat. Insoweit ermöglicht der BFH jetzt einen zeitlich erweiterten Werbungskostenabzug, was bislang bereits beim Verkauf von GmbH-Anteilen und einem Kreditrest erlaubt worden war.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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