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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Abzug höchstens bei den außergewöhnlichen Belastungen...

Datum: 30.08.2012 | Rubrik: Praxisgebühr
Der Bundesfinanzhof hat mit dem am 22. August 2012 veröffentlichten Urteil vom 18. Juli 2012 (Az. X R 41/11) entschieden, dass die Zuzahlungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung nach dem Fünften Sozialgesetzbuch - die sog. Praxisgebühren -nicht als Sonderausgaben abgezogen werden können. Laut Einkommensteuergesetz (EStG) können Steuerpflichtige ihre Beiträge zu Krankenversicherungen zwar als Sonderausgaben abziehen. Darunter fallen jedoch nur solche Ausgaben, die zumindest im Zusammenhang mit der Erlangung des Versicherungsschutzes stehen, also letztlich der Vorsorge dienen, betonten die Richter.

Bei der Praxisgebühr ist dies nicht der Fall, da der Versicherungsschutz in der gesetzlichen Krankenversicherung unabhängig von der Zahlung der Praxisgebühr gewährt wird. Sie stellt vielmehr eine Form der Selbstbeteiligung der Versicherten an ihren Krankheitskosten dar. Ob sie als außergewöhnliche Belastung in Form von Krankheitskosten geltend gemacht werden können, konnte der Bundesfinanzhof offenlassen. Im Urteilsfall wurde die zumutbare Eigenbelastung nämlich nicht erreicht und die Zahlungen hätten sich schon aus diesem Grund steuerlich nicht auswirken können.

Dass Praxisgebühren keine zusätzlichen Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung und daher nicht als Sonderausgaben abziehbar sind, hat einen entscheidenden Nachteil. Denn die Alternative Krankheitskosten kann sich steuerlich nur auswirken, sofern ein gewisser Betrag als zumutbare Eigenbelastung überschritten wird. Die Höhe richtet sich nach Einkommen und Familienstand. Krankenkassenbeiträge sind hingegen in vollem Umfang als Sonderausgaben absetzbar, sofern es um die Basisversorgung geht.

Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, leisten je Kalendervierteljahr für jede erste Inanspruchnahme eines an der ambulanten ärztlichen, zahnärztlichen oder psychotherapeutischen Versorgung als Zuzahlung einen Betrag an den Leistungserbringer. Die Praxisgebühr beträgt 10 Euro je Quartal und in jedem Jahr sind für ambulante Behandlungen also höchstens 40 Euro zu entrichten.

Praxishinweis: Praxisgebühr fallen nur bei der tatsächlichen Inanspruchnahme der Dienste eines Arztes an. Sie sind daher eher als Krankheitskosten zu qualifizieren, da die Verpflichtung zu deren Entrichtung erst durch die tatsächliche Inanspruchnahme einer ärztlichen Leistung - als Folge einer Erkrankung - ausgelöst wird und nicht bereits durch die bloße Möglichkeit, eine solche in Anspruch zu nehmen.

Quittungen über Kleinstbeträge zu sammeln lohnt sich besonders bei Aufwendungen rund um die Krankheit. Denn neben der Zuzahlung zu Rezepten und der Praxisgebühr können auch die Fahrten zum Arzt oder Krankenhaus abgesetzt werden. Absetzbar ist grundsätzlich alles, was nicht erstattet wird. Krankheitskosten wirken sich steuerlich nur aus, sofern ein gewisser Betrag als zumutbare Eigenbelastung überschritten wird. Werden keine Belege gesammelt, lässt sich im Nachhinein kaum einschätzen, wie hoch die Aufwendungen insgesamt waren.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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Fr., 24. November 2017

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