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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Wann Sprachaufenthalte bei Au-pair im Ausland zählen...

Datum: 10.08.2012 | Rubrik: Familienförderung
Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit dem am 8. Juli 2012 veröffentlichten Urteil (Az. III R 82/10) Grundsätze aufgestellt, inwieweit Sprachaufenthalte im Rahmen eines Au-pair-Verhältnisses im Ausland als Berufsausbildung anzusehen sind. Dabei hat er seine Rechtsprechung bestätigt, dass ein durchschnittlich mindestens zehn Wochenstunden umfassender theoretisch-systematischer Sprachunterricht nötig ist.

Relevant ist die Einstufung beim volljährigen Nachwuchs. Hier werden Kindergeld und steuerliche Privilegien wie Freibeträge nur dann noch berücksichtigt, wenn der Sprössling über 18
  • sein Berufsziel noch nicht erreicht hat, sich aber ernsthaft und nachhaltig darauf vorbereitet.

  • für einen Beruf ausgebildet wird, wobei die Berufsausbildung dem Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen dienen muss, die als Grundlage für die Ausübung des angestrebten Berufs geeignet sind.
Eine Berufsausbildung braucht aber weder in einer Ausbildungs- oder Studienordnung geregelt noch zur Erreichung eines bestimmten Berufsziels unerlässlich zu sein und kann auch im Ausland absolviert werden. Der Sprachunterricht im Rahmen eines Au-pair-Verhältnisses wird aber vom BFH für erforderlich gehalten, weil auch Auslandsaufenthalte, die nicht den geförderten Ausbildungszwecken dienen, regelmäßig zu einer Verbesserung der Kenntnisse in der jeweiligen Landessprache führen. Hinweis: Generell dient ein Au-pair-Verhältnis nicht der Ausbildung; es schließt die Berücksichtigung eines Kindes aber wegen einer anderen Ausbildung jedoch ebenso wenig aus wie ein neben der Ausbildung bestehendes Wehrdienstverhältnis.

Faustregel: Nicht jeder Auslandsaufenthalt, der zu einer Verbesserung der Kenntnisse in der jeweiligen Landessprache führt, erfüllt das Tatbestandsmerkmal der Ausbildung für einen Beruf. Zwecks Abgrenzung von längeren Urlauben und sonstigen Auslandsaufenthalten - etwa zur Persönlichkeitsbildung, zur Verbesserung der Selbstständigkeit oder um andere Länder und Kulturen kennenzulernen -, werden Sprachaufenthalte im Rahmen eines Au-pair-Verhältnisses nur dann als Berufsausbildung angesehen, wenn sie von einem theoretisch-systematischen Sprachunterricht begleitet werden, der nach seinem Umfang den Schluss auf eine hinreichend gründliche Sprachausbildung rechtfertigt und grundsätzlich mindestens zehn Wochenstunden umfassen muss.

Hinweis: Bei der 10-Stunden-Rechnung ist grundsätzlich auf den Durchschnitt für die Dauer des gesamten Aufenthaltes abzustellen, so dass bei insgesamt hinreichend umfangreichem Unterricht die Berücksichtigung in einem Ferienmonat nicht unterbrochen wird. Bei weniger als durchschnittlich zehn Wochenstunden können ausnahmsweise einzelne Monate gleichwohl als Berufsausbildung zu werten sein, wenn sie - zum Beispiel infolge von Blockunterricht oder Lehrgängen - durch intensiven, die Grenze von zehn Wochenstunden deutlich überschreitenden Unterricht geprägt werden.

Steuer-Tipp: Sprachaufenthalte im Ausland können darüber hinaus unter besonderen Umständen des Einzelfalls unabhängig vom Umfang des Fremdsprachenunterrichts als Berufsausbildung anerkannt werden, wenn die übliche Vor- und Nachbereitung einen erheblichen zusätzlichen Zeitaufwand des Kindes erfordert. Dies kann etwa darauf beruhen, dass Einzelunterricht oder fachlich orientierter Sprachunterricht (z.B. Englisch für Juristen) erteilt wird, das Kind Vorträge in der Fremdsprache hält, Auslandsaufenthalte von einer Ausbildungs- oder Prüfungsordnung zwingend vorausgesetzt werden oder der Vorbereitung auf einen für die Zulassung zum Studium oder zu einer anderen Ausbildung erforderlichen Fremdsprachentest dienen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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