Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Neues Mittel zur schnellen Reaktion auf europaweiten Betrug...

Datum: 06.08.2012 | Rubrik: Umsatzsteuer
Die Kommission hat am 31. Juli 2012 einen Vorschlag für einen Schnellreaktionsmechanismus angenommen, der den Mitgliedstaaten ermöglichen soll, schneller und wirksamer auf Mehrwertsteuerbetrug zu reagieren. Dieser Mechanismus sieht vor, dass ein Mitgliedstaat, der unvermittelt in großem Umfang von Betrug betroffen ist, auf eine gegenwärtig in den Umsatzsteuer-Vorschriften nicht vorgesehene Weise bestimmte Notfallmaßnahmen anwenden könnte. So sollen die Mitgliedstaaten binnen eines Monats die sogenannte Reverse-Charge-Regelung anwenden können. Auf diese Weise werden die Chancen, komplexen und systematischen Mehrwertsteuerbetrug - wie etwa durch ein Karussell - zu bekämpfen, erheblich verbessert und ansonsten finanzielle Verluste eingedämmt. Damit künftig auf neue Formen des Betrugs reagiert werden kann, sollen im Rahmen des Schnellreaktionsmechanismus auch weitere Betrugsbekämpfungsmaßnahmen genehmigt und eingeführt werden können.

Zum Hintergrund: Kommt es zur Reverse-Charge-Regelung und dadurch zur Umkehr der Schuldnerschaft bei der Umsatzsteuer, erfolgt das zur Vermeidung von Steuerkarussellen in bestimmten Risikobranchen, etwa in der Baubranche oder den Gebäudereinigern. Die Steuerausfälle entstehen dadurch, dass der Leistungsempfänger (gewerblicher Kunde) die in Rechnung gestellte Umsatzsteuer sofort wieder beim Finanzamt als Vorsteuer absetzt, während die Umsätze vom leistenden Unternehmer (Verkäufer) überhaupt nicht oder zumindest nicht vollständig erfasst werden. Dann erstattet der Fiskus Umsatzsteuer, die er auf der anderen Seite nicht wieder reinholen kann.

In diesem Reverse-Charge-Verfahren erhält die leistende Firma die für das Geschäft fällige Umsatzsteuer überhaupt nicht mehr von seinen Abnehmern. Sie stellt ihren Geschäftskunden nämlich Netto-Rechnungen ohne Umsatzsteuer aus. Die entsteht im Zeitpunkt der Ausstellung der Rechnung, spätestens jedoch mit Ablauf des der Ausführung des Umsatzes folgenden Kalendermonats.

Per Saldo erhält der leistende Unternehmer also nur den Nettobetrag in die Kasse oder aufs Konto überwiesen. Dadurch fließt überhaupt keine Umsatzsteuer mehr ans Finanzamt, weil der Kunde den Betrag gleichzeitig wieder als Vorsteuer abziehen kann. Da es zu einem Nullsummenspiel kommt, tritt der Fiskus auch nicht mehr bei der Vorsteuer in Vorkasse und vermeidet Steuerausfälle, weil er die Umsatzsteuer auf der Einnahmeseite nicht einzufordern braucht.

Bei Mehrwertsteuerbetrug gilt der Grundsatz „Zeit ist Geld“ und die Betrüger werden immer schneller und raffinierter, wenn es darum geht, Systeme zu entwickeln, um die öffentliche Hand zu bestehlen. Mehrwertsteuerbetrug kostet die EU und die nationalen Haushalte alljährlich mehrere Milliarden Euro.

Ein Mitgliedstaat, der Mehrwertsteuerbetrug durch Maßnahmen bekämpfen möchte, die in den Mehrwertsteuervorschriften der EU nicht vorgesehen sind, muss derzeit die Genehmigung einer Ausnahmeregel beantragen. Daraufhin erarbeitet die Kommission einen entsprechenden Vorschlag, den der EU-Rat einstimmig annehmen muss, bevor die Maßnahmen umgesetzt werden können. Dieses Verfahren kann zeitaufwändig und umständlich sein und es verzögert die Maßnahmen, um den Betrug zu stoppen.

Mit dem Schnellreaktionsmechanismus müssen die Staaten nicht länger auf den Abschluss dieses formalen Verfahrens warten, bevor sie spezielle Betrugsbekämpfungsmaßnahmen anwenden. Stattdessen wird ihnen binnen eines Monats genehmigt, von den Mehrwertsteuervorschriften der EU abzuweichen und auf diese Weise könnten sie mit der Betrugsbekämpfung fast sofort beginnen.

Hinweis: Der Schnellreaktionsmechanismus ist in der neuen Mehrwertsteuerstrategie und in der Mitteilung über die Bekämpfung von Steuerbetrug und Steuerhinterziehung vorgesehen, um die Bekämpfung des Steuerbetrugs in der EU zu verstärken und die öffentlichen Einnahmen zu schützen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 139 von 234
« zurück 136 137 138 139 140 141 142 » weiter
Mi., 22. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... rund 500 Millionen Euro jährlich verschenkt werden, weil Steuererklärungen nicht geprüft oder abgegeben werden ...
 

Social Bookmarks