Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

November 2017
Mo Di Mi Do Fr Sa So
    1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Bauzeitzinsen können als Herstellungskosten absetzbar sein...

Datum: 17.07.2012 | Rubrik: Mieteinkünfte
Sind Bauzeitzinsen während der Herstellungsphase nicht als - vorab entstandene -Werbungskosten bei den privaten Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abziehbar, können sie in die Herstellungskosten einbezogen werden, wenn das fertiggestellte Gebäude anschließend durch Vermietung genutzt wird und hierüber dann steuerpflichtige Einnahmen erzielt werden. Bei Bauzeitzinsen handelt es sich im Allgemeinen um die Summe der während der Bauphase anfallenden Zinsen einer Immobilienfinanzierung - also vom ersten Spatenstich bis zum Einzug oder Beginn der Vermietung.

So entschied der Bundesfinanzhof (BFH) durch das am 11. Juli 2012 veröffentlichte Urteil (Az. IX R 2/12) in einem Fall, in dem der Besitzer eines unbebauten Grundstücks darauf ein Mehrfamilienhaus errichtete, das er zunächst verkaufen wollte. Das Haus wurde dann aber aufgrund einer neuen Entscheidung ab der Fertigstellung vermietet. Solange das Gebäude veräußert werden sollte, waren die während der Bauphase anfallenden Finanzierungsaufwendungen keine vorab entstandenen Werbungskosten, sondern erst ab dem Meinungsumschwung. Insoweit stellte sich die Frage, ob die zunächst unberücksichtigten Zinsen insoweit in die Herstellungskosten und damit in die Bemessungsgrundlage für die Gebäudeabschreibung (AfA) einbezogen werden konnten.

Der BFH bejahte diese Frage. Denn § 255 Abs. 3 Satz 2 des Handelsgesetzbuches (HGB) erlaubt den Ansatz von Bauzeitzinsen, also den Kosten, die auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Allerdings gelten die Vorschriften des HGB zunächst nur für bilanzierende Steuerpflichtige, also in der Regel Unternehmen.

Das handelsrechtliche Einbeziehungswahlrecht wird auch einkommensteuerrechtlich anerkannt. Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH sind die AfA für den Bereich der sog. Überschusseinkünfte (Differenz der Einnahmen und Ausgaben ohne Bilanz durch Gegenüberstellung) indes nach den gleichen Grundsätzen wie für die Gewinneinkünfte (Landwirte, Unternehmen, Freiberufler) zu bestimmen. Da Systematik und Zweck des Einkommensteuergesetzes keine unterschiedliche Auslegung gebieten, können Bauzeitzinsen - ganz unabhängig von den während der Herstellungsphase verfolgten Zwecken - in die AfA-Bemessungsgrundlage einbezogen werden, wenn der Besitzer das fertiggestellte Gebäude dazu nutzt, Einkünfte aus Vermietung zu erzielen.

Hinweis: Das gilt also nicht nur, wenn der Bauherr das Objekt zunächst verkaufen will, sondern die Selbstbelegung als Eigenbedarf plant. Wird wider Erwarten dann doch vermietet, sind die vorherigen Zinsen und Bankgebühren über die Abschreibung bei den Werbungskosten zu berücksichtigen.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 125 von 234
« zurück 122 123 124 125 126 127 128 » weiter
Mi., 22. November 2017

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2017 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... nach Angaben des Bundesrechnungshofes, jeder zweite Steuerbescheid fehlerhaft ist!
 

Social Bookmarks