Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

Juni 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Kann auch bei rund 140 Kilometer vom Beschäftigungsort entfernt gelegenem Zweitwohnsitz anzunehmen sein...

Datum: 12.07.2012 | Rubrik: Doppelte Haushaltsführung
Eine Wohnung dient dann im Sinne einer doppelten Haushaltsführung dem Wohnen am Beschäftigungsort, wenn sie es dem Arbeitnehmer ermöglicht, seine Arbeitsstätte täglich aufzusuchen. Dabei spielen Gemeinde- oder Landesgrenzen keine Rolle. Dies betont der Bundesfinanzhof (BFH). Der Begriff «Beschäftigungsort» sei nicht auf die politische Gemeinde begrenzt, sondern erfasse die gesamte Umgebung.

Der BFH stellt außerdem klar, dass die Entscheidung darüber, ob eine Wohnung so gelegen ist, dass der Arbeitnehmer in zumutbarer Weise täglich von dort seine Arbeitsstätte aufsuchen kann, in erster Linie der tatrichterlichen Würdigung durch das Finanzgericht obliegt.

Im zugrunde liegenden Fall befand sich die Zweitwohnung rund 140 Kilometer entfernt von der Arbeitsstätte der Klägerin. Das Finanzgericht behandelte diese trotzdem als Zweitwohnung im Sinne einer doppelten Haushaltsführung. Der BFH hat diese Würdigung nicht beanstandet. Die Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte sei ein wesentliches, allerdings nicht allein entscheidungserhebliches Merkmal. Es könne zum Beispiel sein, dass die Wohnung verkehrsgünstig zur Arbeitsstätte liege und deswegen als Zweitwohnsitz anzuerkennen sei.

So liege es auch hier. Die Klägerin benötige für die Zugfahrt von dem Ort ihrer Zweitwohnung zu ihrem Beschäftigungsort mit dem ICE eine Stunde. Das FG habe deswegen annehmen dürfen, dass ihr ein tägliches Aufsuchen ihrer Arbeitsstätte möglich sei, ein solcher Zeitaufwand für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte angesichts steigender Mobilitätsanforderungen nicht unüblich sei und die Wohnung mithin noch im Einzugsbereich der Arbeitsstätte liege.

Bundesfinanzhof, Urteil vom 19.04.2012, VI R 59/11
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 122 von 234
« zurück 119 120 121 122 123 124 125 » weiter
Mo., 25. Juni 2018

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2018 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

... nach Angaben des Bundesrechnungshofes, jeder zweite Steuerbescheid fehlerhaft ist!