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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Rentner mit Nebeneinkünften können nichts absetzen...

Datum: 05.07.2012 | Rubrik: Arbeitszimmer
Nach dem Einkommensteuergesetz kann ein Steuerpflichtiger die Aufwendungen für sein häusliches Arbeitszimmer dann steuerlich berücksichtigen - als Betriebsausgaben (selbstständiger) oder Werbungskosten (Arbeitnehmer), wenn
  • für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Dann ist ein Abzug von Betriebsausgaben oder Werbungskosten bis zur Höhe von 1.250 Euro im Jahr möglich. Hiervon profitieren insbesondere Lehrer, Dozenten, Handelsvertreter und sonstige Außendienstmitarbeiter.

  • das heimische Büro den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung darstellt. Dann können die Kosten für in vollem Umfang als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgezogen werden.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ist der Mittelpunkt für alle Berufsgruppen gleichermaßen nach dem inhaltlichen (qualitativen) Schwerpunkt der betrieblichen und beruflichen Betätigung eines Steuerpflichtigen zu bestimmen. Beurteilungsgrundlage ist dabei die gesamte der Erzielung von Einkünften dienende Tätigkeit und deren Schwerpunkt ist im Rahmen einer umfassenden Wertung der Gesamttätigkeit festzustellen Dabei kommt es entscheidend darauf an, ob die Tätigkeit im Arbeitszimmer für das Berufsbild prägend ist, so der BFH in seinem am 30. Mai 2012 veröffentlichten Urteil (Az. VIII R 5/09) zu einem pensionierten Beamten mit Nebeneinkünften.

Dabei kann dem zeitlichen (quantitativen) Umfang der Nutzung des häuslichen Arbeitszimmers in diesem Zusammenhang lediglich ebenfalls eine Bedeutung beigemessen werden, so dass das häusliche Arbeitszimmer selbst dann noch den Mittelpunkt einer beruflichen Betätigung bilden kann, wenn die außerhäuslichen Aktivitäten zeitlich überwiegen, betont der BFH. Den außerhäuslichen Tätigkeiten darf dabei im Verhältnis zu den im Arbeitszimmer verrichteten Tätigkeiten allerdings nur eine untergeordnete Bedeutung zukommen und die im Arbeitszimmer verrichteten Tätigkeiten müssen für den ausgeübten Beruf so maßgeblich sein, dass sie diesen prägen.

Hinweis: Allein der Umstand, dass die Tätigkeiten im Arbeitszimmer zur Erfüllung der außerhäuslichen Verrichtung - etwa vor- oder nachbereitend - erforderlich sind, genügt für eine solche prägende Bedeutung der häuslichen Tätigkeit auch dann nicht, wenn sich die vorbereitenden Tätigkeiten auf Seminare beziehen, in denen sich die Mitwirkung eines Steuerpflichtigen nur auf eine organisatorische Aktivität zur unmittelbaren Durchführung der Seminare auf eine Referatstätigkeit beschränkt.

Fazit: Übt der Steuerpflichtige mehrere unterschiedliche Tätigkeiten aus - beispielsweise im Urteilsfall schriftstellerische und rechtsberatende -, ist zwar nach den vorgenannten Grundsätzen nicht erforderlich, dass das Arbeitszimmer den Mittelpunkt jeden einzelnen Tätigkeit bilden muss. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Mittelpunkt von Vortrags- und Lehrtätigkeiten an den jeweiligen Veranstaltungsorten und nicht im häuslichen Arbeitszimmern liegt, selbst wenn dort ein erheblicher Teil der Vorbereitungsarbeiten zu leisten ist. Daher sind im Arbeitszimmer ausgeübte sonstige Autoren- und Rechtsberatungstätigkeiten - nach ihrem Anteil an den Gesamteinnahmen (inklusive Renten und Pensionen bei einem Ruheständler) als nicht geeignet anzusehen, den Schwerpunkt der Gesamttätigkeit bilden zu können.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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