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Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Steuerabzugsmöglichkeiten als außergewöhnliche Belastung...

Datum: 03.07.2012 | Rubrik: Haussanierung
Der Sanierungsaufwand für ein selbst genutztes Wohnhaus kann als außergewöhnliche Belastung von der Einkommensteuer abzugsfähig sein, entschied der Bundesfinanzhof (BFH) mit drei Urteilen vom gleichen Tag (Az. VI R 21/11, VI R 70/10 und VI R 47/10). Das gilt auch, wenn
  • durch die Baumaßnahmen Gesundheitsgefährdungen wie etwa durch Asbest abgewehrt werden,

  • Hausschwamm am Gebäude beseitigt wird,

  • unzumutbare Beeinträchtigungen wie Geruchsbelästigungen behoben werden oder

  • es um die Behebung sonstiger Schäden wie etwa durch Brand und Hochwasser kommt.
Der BFH schränkt den Umfang des steuerlichen Abzugspotentials allerdings ein. Denn der Anlass für eine Sanierung darf weder schon beim ehemaligen Hauserwerb erkennbar gewesen sein, noch darf der Schaden von den Immobilieneigentümern verschuldet worden sein. Vor dem Abzug als außergewöhnliche Belastung muss der Hausbesitzer zudem mögliche Ersatzansprüche etwa gegen Bauunternehmer oder Versicherung realisieren. Schädlich ist auch das Unterlassen des Abschlusses einer allgemein zugänglichen und üblichen Versicherungspolice.

Grundsätzlich können nach der Rechtsprechung auch Kosten zur Wiederherstellung der Bewohnbarkeit eines selbstgenutzten Gebäudes außergewöhnliche Belastung sein, wenn die Immobilie durch ein von dem Eigentümer nicht beeinflussbares außergewöhnlichen Ereignis beschädigt wurde, in der Alltagspraxis ist das oft ein Wasserschaden.

Erfolgt die Asbestsanierung eines Wohnhauses, ist dies aus Steuersicht nur nötig, dass davon eine konkrete Gesundheitsgefährdungen ausgeht, die auf einen Dritten zurückzuführen sind. Für den Steuerabzug muss dem Finanzamt kein vor Durchführung dieser Maßnahmen erstelltes amtliches technisches Gutachten vorgelegt werden, wenn der Steuerpflichtige nachweisen kann, dass er sich den entstandenen Aufwendungen aus tatsächlichen Gründen nicht entziehen konnte. Das nicht mehr benötigte amtliche Gutachten hatte der BFH übrigens bereits für Krankheitskosten entschieden und entsprechendes gilt auch für Aufwendungen zur Beseitigung konkreter Gesundheitsgefahren. Denn aus dem Gesetz ergeben sich keine gesteigerten Nachweispflichten und zudem widerspricht dies dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung.

Tipp: Die Beseitigung unzumutbarer Beeinträchtigungen kann auch entstehen und deshalb grundsätzlich als außergewöhnliche Belastung abziehbar sein, wenn es etwa um den Austausch von mit Formaldehyd verseuchtem Mobiliar geht und die Neuanschaffung medizinisch indiziert ist. Nichts anders gilt für Geruchsbelästigungen, die durch Überschreiten von objektiv feststellbaren Geruchsschwellen vorhanden sind. Die steuerliche Begünstigung der Beseitigung konkreter Gesundheitsgefährdungen liegt sogar vor, wenn diese anderen Familienmitgliedern droht. Das gilt etwa bei der Sanierung wegen eines Kindes, weil Holzschutzmittel für Atemwegserkrankungen die Ursache sind.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
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