Home Kontakt Impressum Datenschutz Email
Die höchste deutsche Instanz in Rechtsfragen ist der Ansicht:
"Wer die Pflicht hat, Steuern zu zahlen,
hat auch das Recht, Steuern zu sparen!" (BGH, 1965)
 
signierte Kommunikation

Schützen auch Sie Ihre (Steuer)Daten vor unbefugten Zugriff Dritter!

Newsticker

Terminkalender

September 2018
Mo Di Mi Do Fr Sa So
          1 2
3 4 5 6 7 8 9
10 11 12 13 14 15 16
17 18 19 20 21 22 23
24 25 26 27 28 29 30
 
Keine Termine und/oder Feiertage vorhanden...

Archiv - Steuertipps 2012

Wir haben Ihnen Steueränderungen bzw. Steuerinformationen aus dem Steuerjahr 2012 hier zur Verfügung gestellt. Diese werden von uns nicht mehr aktualisiert. Sie dienen jediglich zu Ihrer Information.

Firmenfitnessvertrag ist ein steuerpflichtiger geldwerter Vorteil...

Datum: 22.06.2012 | Rubrik: Arbeitslohn
Bietet ein Unternehmen als Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern durch den Abschluss eines Firmenfitnessvertrags die Möglichkeit, gegen einen vergünstigten Mitgliedsbeitrag in den verschiedenen Trainings- und Gesundheitseinrichtungen eines bestimmten Fitnessstudios zu trainieren, so ist insoweit nicht von einem überwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers auszugehen . Das hat die Folge, dass ein geldwerten Vorteil für die Arbeitnehmer vorliegt, die von der Möglichkeit der vergünstigten Mitgliedschaft Gebrauch gemacht haben. Dies hat das Finanzgericht Bremen in einem rechtskräftigen Urteil entschieden (Az. 1 K 150/09).

Sofern dieser monatliche geldwerte Vorteil pro Arbeitnehmer zusammen mit anderen Sachzuwendungen wie etwa ein Tankgutschein die Freigrenze von monatlich 44 Euro übersteigt, liegt steuerpflichtiger Arbeitslohn vor. Solche Fitnessangebote der üblichen Studios wie Nutzung der Sportgeräte, Besuch von Fitnesskursen und Sauna kann nur einheitlich behandelt werden, meinten die Richter. Daher kommt keine Aufteilung des Vorteils in einen als Arbeitslohn zu behandelnden Teil (Lohnsteuer) sowie einen im überwiegend eigenbetrieblichen Interesse des Arbeitgebers zugewendeten Teil (steuerfrei) in Betracht.

Die Höhe des zu versteuernden geldwerten Vorteils für den jeweiligen Arbeitnehmer leitet sich nach dem Einkommensteuergetz aus den Endpreisen abzüglich üblicher Preisnachlässe desjenigen Anbieters ab, mit dem der Arbeitgeber den Firmenfitnessvertrag konkret abgeschlossen hat. Dabei ist von den Beträgen auszugehen, die ein normaler Privatkunde aufgrund eines Einzelvertrages mit dem konkreten Fitnessstudio für die im Firmenfitnessvertrag konkret vereinbarten Leistungen bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten hätte zahlen müssen. Hinzu kommt die übliche Aufnahmegebühr. Davon abgezogen werden darf ein pauschaler Preisnachlass von vier Prozent. Eventuell niedrigere Preise anderer örtlicher Fitnessstudios sind insoweit unerheblich, weil es auf den konkreten Einzelfall ankommt. Die jeweilige Mitarbeiter wird durch die vergünstigte Möglichkeit der Inanspruchnahme der Fitnessstudioleistungen bereichert, da er schließlich nur eine geringe eigenen Zuzahlung leisten muss und sich hierdurch eigene Ausgaben ersparen kann.

Das Gericht verneinte ein ganz überwiegend eigenbetriebliches Interesse der Firma an der Nutzung der Fitnessstudios durch die Angestellten und begründete dies wie folgt:
  • Die Fitnessstudionutzung dient nicht der Vermeidung drohender spezifisch berufsbedingter Krankheiten.

  • Die Nutzung der Geräte, der Fitnesskurse sowie der Sauna sind auch nicht darauf ausgerichtet, berufsbedingte Krankheiten zu vermeiden.

  • Der Studiobesuch erfolgt nicht als Reaktion auf besonderen, in der beruflichen Tätigkeit der jeweiligen Arbeitnehmer begründeten Risiken, sondern dient vielmehr allgemein der körperlichen Ertüchtigung und Regeneration - wie bei anderen Personen auch.
  • Der Arbeitnehmer kann die Nutzungsmöglichkeiten nur außerhalb seiner Arbeitszeit wahrnehmen.

  • Keine Rolle spielt, dass die Gesundheit der Mitarbeiter für den Arbeitgeber einen wesentlichen betrieblichen Wert dar, wenn die Trainings- und Gesundheitseinrichtungen nicht darauf ausgerichtet sind, berufsbedingte Krankheiten zu vermeiden.
(Quelle: WISO SteuerNews)
 
 
 
Datensätze: 234 | Seite: 108 von 234
« zurück 105 106 107 108 109 110 111 » weiter
So., 23. September 2018

Infopool dieser Seite

Keine Informationen zu dieser Seite vorhanden!

Lohnsteuerhilfe für Mitglieder

SteuerTicker

Für das Steuerjahr 2018 existieren noch keine Steuertipps.
 
Fragen zur Einkommensteuer, Einkommensteuerhilfe
 
 

Wussten Sie, dass...

...PC-Programme nie die individuelle und steuerliche Beratung ersetzen können!